Anleitung zur Schablonenanfertigung

Anleitung  und Tipps zur

Schablonenanfertigung 

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, eigene Schablonen anzufertigen, mit denen dann die unterschiedlichsten Dinge gestaltet und verziert werden können.

Allerdings müssen einige Punkte beachtet werden, damit die Schablone später tatsächlich zu den Ergebnissen führt, die gewünscht und beabsichtigt waren. 

 

Hier daher eine Anleitung mit den
wichtigsten Tipps zur Schablonenanfertigung:
 
 

Ein Motiv auswählen

Der erste Schritt der Schablonenanfertigung besteht darin, ein geeignetes Motiv auszuwählen. Im Internet, in Büchern und in Zeitschriften finden sich unzählige Vorlagen und Ideen, genauso kann aber natürlich auch ein eigenes Motiv kreiert werden. Um ein eigenes Motiv zu entwickeln oder ein Bild aus beispielsweise einer Zeitschrift schablonengerecht zu bearbeiten, reicht ein normales Grafikprogramm völlig aus.

Wichtig ist lediglich, dass es möglich sein muss, die Helligkeit und den Kontrast einzustellen. Das Motiv wird dann zunächst in ein Schwarz-Weiß-Bild umgewandelt, anschließend werden die Kontraste deutlich eingestellt, so dass die Konturen in den Vordergrund treten.

Bevor die Schablonenvorlage ausgedruckt wird, sollte aber noch einmal genau überprüft werden, ob nicht irgendwo Inseln entstanden sind. Inseln sind Motivteile, die zu dem Motiv gehören und erhalten bleiben sollen, aber ringsum von Flächen umgeben sind, die später ausgeschnitten werden. Hat ein solches Motivteil keine Verbindung zu einem anderen Motivteil, würde es wegfallen.

Um dies zu verhindern, sollten also entsprechende Verbindungslinien in das Motiv integriert werden.    

Die Schablone anfertigen

Nachdem die Vorlage ausgedruckt ist, beginnt die eigentliche Schablonenanfertigung. Dazu werden die Innenflächen des Motivs ausgeschnitten, so dass nur noch die Konturen und jeweiligen Außenlinien übrig bleiben. Alle die Flächen, die weggeschnitten werden, werden später mit Farbe ausgefüllt und ergeben das Motiv, das sichtbar sein wird.

Das bedeutet, die Schablonenanfertigung basiert auf folgendem Grundprinzip:

[Vorlage zur Schablonenanfertigung]

Als Schneidewerkzeug eignen sich ein Bastelmesser, ein Skalpell, ein Teppichmesser, eine Schere oder ein anderes scharfes, eher spitzes Scheidwerkzeug, das gut in der Hand liegt und saubere Schnitte ermöglicht.

Für die Anfertigung der eigentlichen Schablone gibt es nun im Wesentlichen drei Möglichkeiten: 

1. Schablonen aus Karton

Für Schablonen aus Karton wird das ausgedruckte Motiv auf ein Stück Pappe oder dickeren Bastelkarton aufgeklebt und anschließend ausgeschnitten. Um die Haltbarkeit zu verlängern, kann die Schablone mit einer Schicht Klarlack überzogen werden.

Der Vorteil bei Schablonen aus Karton ist, dass die Schablonenanfertigung sehr preisgünstig ist, denn grundsätzlich kann jeder Karton verwendet werden. Zudem verzeiht Karton am ehesten, wenn versehentlich etwas zu viel Farbe aufgetragen wird, denn Karton saugt etwas von der Farbe auf.

Nachteilig ist aber, dass Schablonen aus Karton recht schnell durchweichen und es nicht ganz so einfach ist, dickeren Karton auszuschneiden, ohne dass es dabei zu Knicken oder ausgefransten Schnittkanten kommt. Zudem können bedingt durch die Stärke des Kartons kleine oder aufwändigere Motive nur bedingt umgesetzt werden.     

2. Laminierte Schablonen

Hierfür wird die ausgedruckte Vorlage zwischen eine Laminierfolie geschoben und mit der geschlossenen Seite nach vorne in das Laminiergerät eingeführt. Um sicherzustellen, dass das Papier sicher und fest von der Laminierfolie umschlossen ist, kann die Folie mehrere Male durch das Laminiergerät laufen. Anschließend werden die Innenflächen des Motiv sorgfältig ausgeschnitten.

Zu den Pluspunkten dieser Methode gehört, dass das Motiv exakt ausgeschnitten werden kann und die Kombination aus Papier und Folie zu einer stabilen, festen Schablone führt, die problemlos mehrfach verwendet werden kann.

Nachteilig ist jedoch, dass ein entsprechendes Laminiergerät und Folien benötigt werden, zudem ist die Größe der Schablone auf das Format DIN A4 beschränkt.  

3. Schablonen aus Folie

Für Schablonen aus Folie wird eine dickere, recht feste Folie benötigt. Im Handel gibt es bedruckbare Folien, so dass das Motiv direkt auf die Folie aufgedruckt werden kann. Allerdings kann es passieren, dass die Farbe beim späteren Ausschneiden verwischt.

Eine andere Möglichkeit ist, die auf Papier ausgedruckte Vorlage unter die Folie zu legen und das Motiv mit einem wasser- und wischfesten Stift nachzumalen. Wichtig hierbei ist aber, darauf zu achten, dass die Vorlage nicht verrutscht. Ist das Motiv auf die Folie übertragen, können die Innenflächen ausgeschnitten werden.Vorteilhaft bei Schablonen aus Folie ist, dass Folien recht einfach und ohne allzu viel Kraftaufwand ausgeschnitten werden können.

Zudem weicht die Folie nicht auf und lässt sich gut reinigen, so dass die Schablonen sehr oft verwendet werden können. Einschränkungen im Hinblick auf das Format gibt es prinzipiell nicht. Nachteilig ist, dass es etwas aufwändiger ist, das Motiv auf die Folie zu übertragen. Zudem sind vor allem großformatige Schablonen aus Folie recht instabil und müssen daher beim Ausmalen sicher fixiert werden.

Weiterführende Vorlagen und Arbeiten mit Schablonen:

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