Anleitung für die Decoupage-Technik

Anleitung für die Découpage-Technik  

Bereits Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das dekorative Zuschneiden von Papier als eigenständige Kunstform gewertet. Seinerzeit handelte es sich aber noch um keine echte Découpage-Technik, weil auf abschließende Lackierungen verzichtet wurde.

Heute bietet der Handel eine Vielzahl an unterschiedlichen Farben, Lacken und Hilfsmitteln, die sicherlich dazu beigetragen haben, dass die traditionsreiche Technik der Découpage eine Renaissance erlebt hat und gleichzeitig vergleichsweise einfach umgesetzt werden kann.

 

Bei der Découpage-Technik wird zunächst ein harmonischer und farblich passender Hintergrund gestaltet, auf den anschließend ein Bildmotiv auf Papier oder Karton geklebt wird. Hierdurch ergibt sich ein ansprechendes und überaus dekoratives Gesamtbild, das mit weiteren Techniken wie beispielsweise der Schablonenmalerei noch zusätzlich aufgewertet und perfektioniert werden kann.

Zum Schluss werden mehrere Lackschichten auf die Oberfläche aufgetragen, die einerseits als Schutz dienen und andererseits dafür sorgen, dass eine glatte und ebene Oberfläche entsteht, die Untergrund und Bildmotiv zu einer Einheit verbindet. 

In der folgenden Anleitung wird die Découpage-Technik am Beispiel eines schlichten Holztabletts aus rohem Holz erklärt. Genauso lässt sich die Technik aber auch auf anderen Oberflächen anwenden, beispielsweise auf Möbelstücken oder für dekorative Wandbilder: 

Die benötigten Materialien für die Découpage-Technik

·         1 schlichtes Tablett aus unbehandeltem Holz
·         1 Bildmotiv auf Papier oder dünnem Karton
·         Gesso
·         Holzleim
·         Acrylfarben
·         Pinsel
·         Schleifpapier
·         weiches Tuch
·         Schablone nach Wunsch
·         Polyurethanlack 

Eine Grundanleitung für die Découpage-Technik

1. Schritt: das Holztablett vorbereiten

Der erste Arbeitsschritt besteht darin, eine gleichmäßige Schicht Gesso auf die Oberfläche des Tabletts aufzutragen. Gesso ist eine Substanz, die meist aus Gips, Weißpigment und Kunststoff besteht und eine vollständig deckende Grundierung bildet.

Aufgetragen wird Gesso als dünne Schicht mit einem flachen Pinsel. Nach dem Trocknen wird die Schicht mit feinem Schleifpapier abgeschliffen. Dadurch entsteht eine glatte, ebene Oberfläche, die aufgrund ihrer gleichmäßig weißen Farbe eine ideale Grundlage für die anschließende Gestaltung schafft. 

2. Schritt: den Hintergrund gestalten

Nachdem das Holztablett vorbereitet ist, geht es mit der Gestaltung des Hintergrundes weiter. Je nach Motiv und persönlichem Geschmack gibt es hierbei mehrere Möglichkeiten. Die einfachste Variante besteht darin, die Tablettfläche gleichmäßig mit einer Acrylfarbe zu grundieren, deren Farbton zum Motiv passt.

Eine andere Möglichkeit wäre, die Acrylfarbe in schwungvollen Wellenlinien oder kreisförmig aufzutragen, um so eine lebendige, wolkenartige Hintergrundstruktur zu kreieren. Daneben kann der Hintergrund mit zwei oder drei Acrylfarben gestaltet werden, die als kleine Farbkleckse nebeneinandergesetzt und mit dem Pinsel zu einem harmonischen Muster ineinandergezogen werden.

Wer möchte, kann die Tablettfläche aber auch in einem hellen Farbton grundieren und anschließend einen zweiten, etwas dunkleren Farbton auftupfen oder aufspritzen.  

3. Schritt: das Bildmotiv aufbringen

Wenn der Hintergrund fertig und getrocknet ist, wird das Bildmotiv auf die Tablettfläche aufgebracht. Dazu wird das Bildmotiv auf die gewünschte Größe zugeschnitten und anschließend mithilfe von Holzleim auf dem Tablett fixiert. Mit einem weichen Tuch wird das Bild dann von der Mitte aus zu den Rändern hin vorsichtig glatt- und ausgestrichen, bis keine Wellen, Falten oder Luftblasen mehr vorhanden sind.

Um einen harmonischen Übergang zwischen Bildmotiv und Holzfläche zu schaffen und die Kanten zu kaschieren, kann nun noch ein Muster aufgemalt werden. Je nach Motiv kann es sich bei diesem Muster um ein eher schlichtes Linienmuster, ein grafisches Muster, Ornamente oder auch Blumenranken handeln. Für ein gleichmäßiges Ergebnis bietet es sich dabei an, mit einer Schablone zu arbeiten.

Schablonen gibt es mit unzähligen Motiven fertig zu kaufen, aus Karton oder Folie kann die Schablone aber auch selbst angefertigt werden. Die Schablone wird dann so auf das Tablett aufgelegt, dass ihr Muster jeweils etwa zur Hälfte auf dem Motiv und der Holzoberfläche aufliegt. Mit sehr wenig Farbe werden die Innenflächen der Schablone anschließend vorsichtig ausgetupft.

Danach wird die Schablone vorsichtig abgehoben, bei Bedarf auf der Rückseite gereinigt und an anderer Stelle wieder aufgelegt. Dies wird dann sooft wiederholt, bis das Bildmotiv eingerahmt oder das Muster wie gewünscht gestaltet ist.  

4. Schritt: das Holztablett fertig stellen

Das fertig gestaltete Tablett muss nun noch alltagstauglich gemacht werden. Hierfür werden insgesamt acht Schichten Polyurethanlack aufgetragen, die nach dem Trocknen geschliffen werden. Zuerst wird also die erste Lackschicht aufgetragen. Wenn diese Schicht trocken ist, wird eine zweite Schicht Lackschicht aufgebracht, die ebenfalls trocknen muss.

Nach dem Trocknen wird diese Schicht geschliffen, danach folgt die dritte Schicht und auch diese Schicht wird nach dem Trocknen geschliffen. Die nächste und die folgenden Schichten werden immer nach dem gleichen Schema aufgebracht, also erst lackieren, dann trocknen und danach schleifen. Die achte und letzte Lackschicht wird nicht mehr geschliffen, sondern wenn diese Schicht trocken ist, ist das Holztablett mit Découpage-Technik fertig.

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