Basteltrend Upcycling – Infos und Ideen

Basteltrend Upcycling – Infos und Ideen

 

Recycling ist den meisten sicher ein Begriff. Beim Recycling werden bereits benutzte Gegenstände und Materialien wiederverwertet. So kommt beispielsweise Altpapier als Recyclingpapier ein weiteres Mal in Umlauf. Aber was ist Upcycling?

 

Was es mit diesem Basteltrend auf sich hat und wie
er umgesetzt werden kann, erklärt der folgende Beitrag:

 

Basteltrend Upcycling – Infos

Beim Recycling deutet die Vorsilbe Re darauf hin, dass etwas wieder oder zurück in den Kreislauf gebracht wird. Auch beim Upcycling werden Gegenstände oder Materialien ein weiteres Mal verarbeitet. Die Vorsilbe Up leitet sich dabei aus dem Englischen ab und bedeutet übersetzt auf. Durch das Upcycling werden vorhandene Gegenstände oder benutzte Materialien also aufgewertet.

In der Praxis funktioniert das so: Erb- und Lieblingsstücke, die nicht richtig zur Geltung kommen oder beschädigt sind, werden in ein neues, hübsches Einzelstück verwandelt. Auch Verpackungen, alte Bücher, ausgemusterte Textilien, Holzkisten und andere Gegenstände aller Art können beim Upcycling zum Einsatz kommen, neu interpretiert werden und so in neuem Glanz erstrahlen.

 

Basteltrend Upcycling – ein paar Ideen

Was die Bastelmaterialien und die Basteltechniken angeht, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Beim Upcycling ist also letztlich alles erlaubt, was gefällt.

Zudem ist die Idee beim Upcycling, nicht unbedingt verschiedenste Bastelutensilien neu zu kaufen, sondern stattdessen mit den Sachen zu arbeiten, die bereits vorhanden sind. Dabei muss die Verarbeitung gar nicht kompliziert und aufwändig sein. Mit den richtigen Ideen lassen sich per Upcycling im Handumdrehen tolle, individuelle Unikate mit einer Extraportion Charme kreieren. Hier ein paar Anregungen:

 

Altes Geschirr, kleine Porzellanfiguren und Spielfiguren aus Kunststoff

Aus Omas altem Geschirr, von dem vielleicht nur noch Einzelteile vorhanden sind, lassen sich originelle Etageren basteln. Dafür werden zwei oder drei Teller in verschiedenen Größen und eine oder zwei Tassen benötigt. Die Geschirrteile werden zunächst gründlich gesäubert.

Anschließend wird die Etagere zusammengesetzt. Dazu wird eine Tasse mit der Öffnung nach unten auf den größten Teller geklebt. Darüber kommt der nächst kleinere Teller, dann wieder eine Tasse mit der Öffnung nach unten und den Abschluss bildet der kleinste Teller. Als Klebstoff eignet sich 2-Komponenten-Kleber am besten. Wie er aufgetragen werden muss, steht auf der Verpackung.

Statt einer Etagere können auch chice Servierteller und dekorative Schalen angefertigt werden. Dazu werden kleine Porzellanfiguren einfach auf größere Schalen und Teller aufgeklebt. Für originelle Dosen wiederum wird eine Porzellan- oder Plastikfigur auf den Deckel von einem Konservenglas, einer Vorratsdose oder einem anderen Gefäß geklebt. Anschließend wird der Deckel samt Figur mit Sprühlack in der Wunschfarbe eingefärbt. Wer möchte, kann auch das Gefäß lackieren oder mit einem schönen Muster verzieren. 

 

Bettlaken, Tischdecken und Stoffservietten

Ein altes Bettlaken verwandelt sich im Handumdrehen zu einer kreativen Tischdecke. Dazu wird das Bettlaken flach ausgebreitet. Anschließend wird mit einem breiten Pinsel Stofffarbe aufgenommen und in unregelmäßigen Strichen aufgetragen.

Wer lieber ein Muster aus Punkten gestalten möchte, kann Luftpolsterfolie zum Stempel umfunktionieren. Dafür wird die Folie um ein Nudelholz gewickelt und an den Seiten mit Haushaltsgummis befestigt. Dann wird der Stempel mit Stofffarbe eingestrichen und über das Bettlaken gerollt. Wer keine Luftpolsterfolie hat oder ein Muster mit größeren Punkten gestalten möchte, kann auf Eiswürfeltüten zurückgreifen, in die er etwas Luft bläst. Ist die Stofffarbe getrocknet, sollte sie nach Herstellerangaben fixiert werden. 

Aus einer alten Tischdecke mit Flecken oder Löchern lassen sich Tischsets und Stoffservietten zaubern. Dazu kann die Tischdecke mit etwas Schnur an mehreren Stellen ab- und zusammengebunden werden. Anschließend wird der Stoff in ein Farbbad gegeben.

Durch das Abbinden entsteht ein schönes Batikmuster. Ist der Stoff trocken und fixiert, wird er für eine rustikale Tischwäsche einfach in Stücke gerissen. Wer es eleganter mag, kann den Stoff ordentlich zuschneiden und die Kanten der Tischsets oder Stoffservietten umnähen. Es geht aber auch andersherum: Aus alten Stoffservietten, Stofftaschentüchern, Stoffresten und Baumwolltragetaschen kann eine chice Tischdecke im Patchwork-Stil werden. Dazu werden die Stoffstücke einfach zurechtgeschnitten, hübsch arrangiert und zusammengenäht.

Omas Spitzendeckchen wiederum lassen sich in hübsche Schalen verwandeln. Dazu wird zuerst eine Schüssel sorgfältig in Frischhaltefolie eingepackt. Anschließend wird ein Spitzendeckchen dick mit Tapetenkleister eingestrichen und mit der eingestrichenen Seite nach unten auf die Schüssel gelegt. Die Seite, die jetzt oben liegt, wird ebenfalls dick mit Tapetenkleister eingepinselt. Der Tapetenkleister sorgt dafür, dass die Schale ihre Form behält. Nach dem Trocknen muss die Spitzendeckchenschale nur noch von der Schüssel abgenommen werden.

 

Glasflaschen und Konservendosen

Glasflaschen von Milch, Säften und anderen Getränken machen sich prima als individuelle Vasen. Dafür werden die Glasflaschen innen und außen gründlich gereinigt. Anschließend werden sie in eine Dose Acryllack getunkt, entweder gerade oder schräg und bis zur gewünschten Höhe.

Nach dem Eintauchen sollten die Flaschen noch kurz über der Dose gehalten werden, damit überschüssige Farbe abtropfen kann. Ist die Farbe trocken, können die Vasen einzeln oder als Gruppe aufgestellt und mit Blumen bestückt werden. Wer nicht mit Farbe arbeiten möchte, kann die Glasflaschen auch mit Stoffresten, bunten Papieren oder Schnüren, Bändern und Kordeln bekleben.

Genauso wie die Glasflaschen können auch leere Konservendosen verziert werden. Sie eignen sich dann prima als Übertopf für Topfpflanzen oder als Gefäße für Stifte und Kleinkram. Auch eine tolle Wanddeko lässt sich aus Konservendosen zaubern. Dazu werden die Konservendosen gleichmäßig lackiert. Anschließend werden mit Kraftkleber je zwei Magnete auf die Rückseite der Konservendosen geklebt. Dann wird eine Magnettafel oder eine Eisenplatte an der Wand montiert, die zuvor natürlich auch noch dekorativ verziert werden kann. Nun können die Konservendosen an der Platte befestigt und nach Lust und Laune befüllt werden.

 

Kerzen

Langweilige Kerzen können mittels Kerzenresten aufgepeppt werden. Dazu werden die Kerzenreste im Wasserbad und bei kleiner Flamme geschmolzen. Dann werden die Kerzen mehrere Male in das flüssige Wachs getaucht. Besonders schön sieht es aus, wenn die Kerzen bei jedem Tauchgang etwas weniger tief eingetunkt werden.

So werden die Wachsschichten nach unten hin dicker und es entsteht ein Farbverlauf. Für ein schönes Streifenmuster können die Kerzen vor dem Eintauchen auch mit Schnur umwickelt oder mit Malerkrepp abgeklebt werden.

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