Grundwissen zur Schablonenmalerei

Grundwissen zur Schablonenmalerei  

Die Schablonenmalerei blickt auf eine schon sehr lange Tradition zurück, schien einige Zeit lang aber ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein. In den vergangenen Jahren erlebt die Schablonenmalerei nun ihr großes Comeback.

Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass mithilfe von Schablonen die verschiedensten Muster und Motive auf die unterschiedlichsten Untergründe aufgemalt werden können, ohne dass dafür umfangreiches malerisches oder zeichnerisches Können erforderlich wäre.

 

In anderen Worten ausgedrückt bedeutet das, dass auch jemand, der kein großer Künstler ist, mit Schablonen schnell und recht einfach tolle Malereien realisieren kann.

Im Sinne von Grundwissen zur Schablonenmalerei fasst die folgende Übersicht nun die wichtigsten Infos und Tipps zu den benötigten Utensilien und den grundlegenden Vorgehensweisen zusammen:  

Grundwissen zur Schablonenmalerei – die Schablonen

Schablonen gibt es mit unzähligen Motiven und aus verschiedenen Materialien fertig zu kaufen. Genauso ist es aber auch möglich, sich seine Schablonen selbst anzufertigen. Hierfür kommen unterschiede Materialien in Frage, beispielsweise Papier oder Karton. Diese bieten den Vorteil, dass sie kostengünstig erhältlich sind und sich gut zuschneiden lassen. Allerdings saugen sich solche Schablonen recht schnell mit Farbe voll, so dass sie sich meist nur für einen einmaligen Einsatz eignen.

Um die Haltbarkeit zu verlängern, ist jedoch möglich, laminiertes Papier zu verwenden und den Karton mit Klarlack zu versiegeln. Ein weiteres, sehr gut geeignetes Material für Schablonen ist transparente Acetatfolie. Diese ist flexibel und passt sich daher auch gewölbten Oberflächen problemlos an. Ähnliches gilt für selbsthaftende Schablonenfolie, die zusätzlich den Vorteil bietet, dass sie nicht gesondert fixiert werden muss. Sollen nur kleine Muster und Motive auf Gegenstände wie beispielsweise Tassen oder Teller aufgemalt werden, ist außerdem einfaches Malerkreppband ein ideales Material.

Malerkreppband lässt sich sehr gut zuschneiden, haftet durch die Klebeschicht auf dem Untergrund und verhindert zuverlässig, dass die Farbe verläuft. Auf Papier, Karton und ähnlichen Materialien können die Muster mit dem Bleistift, einem Filzstift oder einem Kugelschreiber aufgemalt werden. Bei Schablonen aus Kunststofffolien ist ein wasserfester Folienstift erforderlich.

Um die Innenflächen der Schablone auszuschneiden, ist ein Cutter mit glatter und spitzer Klinge am besten geeignet. Prinzipiell ist es zwar auch möglich, die Flächen mit einer Schere auszuschneiden, allerdings gestaltet sich dies vor allem in den Ecken recht schwierig. Außerdem kann es passieren, dass beim Zuschnitt Falten oder Knicke in der Schablone entstehen. Beim Zuschnitt mit dem Cutter wird dieser wie ein Stift gehalten.

Die Innenflächen werden dann in Richtung Körper ausgeschnitten, wobei die Schablone mit der freien Hand jeweils stückweise weiter gedreht wird. Dadurch kann eine Fläche im Idealfall ohne Absetzen ausgeschnitten werden und die Gefahr von versehentlichen Schnitzern sinkt. Sollte sich dennoch ein kleiner Fehler eingeschlichen haben, kann dieser behoben werden, indem der jeweilige Schnitt beidseitig mit herkömmlichem Klebeband überklebt wird.  

Grundwissen zur Schablonenmalerei – die Farben

Für die Schablonenmalerei sind spezielle Schablonierfarben erhältlich, die verhältnismäßig dickflüssig sind und so das Risiko mindern, dass die Farbe versehentlich unter die Schablone läuft. Genauso geeignet und auf nahezu allen Untergründen einsetzbar sind aber auch Acrylfarben. Lediglich für Malereien auf glänzenden Oberflächen sollten keine Acrylfarben verwendet werden. Ebenfalls sehr gut geeignet für die Schablonentechnik sind Emulsionsfarben.

Sie können ähnlich vielseitig verwendet werden wie Acrylfarben, erfordern aber auf jeden Fall eine Schicht Klarlack als Oberflächenschutz. Für Schablonenmalereien auf Textilien eignen sich nahezu alle im Handel erhältlich Stoffmalfarben, flüssige Farben und Farben in Pulverform zum Anrühren beispielsweise genauso wie Textilmalstifte oder Glitzerlacke.

Sinnvoll beim Malen auf Textilien ist allerdings, zusätzlich zu den Farben auch einen selbstlöschenden Zeichenstift zu kaufen. Mit einem solchen Stift können die Konturen des Motivs aufgemalt und die Ränder der Schabloneninnenflächen nachgefahren werden. Sobald die eigentlichen Stoffmalfarben aufgetragen werden, verblassen die Linien dann von alleine.

Sollen die Ränder hingegen deutlich betont werden, bietet sich ein Gutta-Konturenstift an, der beispielsweise auch bei der Seidenmalerei zum Einsatz kommt. Um die Farben zu fixieren und zu schützen, wird meist die Stoffrückseite gebügelt. 

Grundwissen zur Schablonenmalerei – die Untergründe

Die Schablonenmalerei ist auf praktisch allen Untergründen möglich. So können beispielsweise Wände und Decken verziert werden, aber auch Spiegel und Glasscheiben, Möbelstücke, Textilien und Geschirr. Holzoberflächen, raue Untergründe und lackierte Flächen sollten vor dem Bemalen jedoch immer mit Schleifpapier behandelt werden.

Bei rohen Holzoberflächen ist außerdem eine Grundierung erforderlich. Textilien wiederum sollten vor dem Bemalen immer vorgewaschen werden, um mögliche Appreturen zu entfernen. Ansonsten gilt generell, dass der Untergrund sauber, fett- und staubfrei sowie trocken sein muss.   

Grundwissen zur Schablonenmalerei – die Maltechnik

Um mit Schablonen zu malen, gibt es mehrere mögliche Techniken. In den meisten Fällen werden die Flächen jedoch mit dem Pinsel ausgemalt. Dazu wird etwas Farbe mit dem Pinsel aufgenommen und die jeweilige Fläche anschließend vorsichtig ausgetupft. Als Pinsel kann ein spezieller Schablonierpinsel verwendet werden. Hierbei handelt es sich um einen Pinsel mit kurzen, harten Synthetik- oder Naturhaarborsten.

Wer möchte, kann seinen Schablonierpinsel recht einfach aber auch selbst herstellen. Dazu werden die Borsten eines Rundpinsels soweit mit Malerkrepp- oder Klebeband abgeklebt, dass nur noch das obere Drittel freiliegt. Ein Werkzeug, das sich ebenfalls für die Schablonenmalerei eignet, ist ein Schwamm. Ähnlich wie beim Pinsel wird auch mit dem Schwamm Farbe aufgenommen und in die jeweilige Fläche getupft.

Ein Schwamm als Malwerkzeug bietet sich vor allem dann an, wenn recht große Farbflächen ausgefüllt werden sollen oder leicht ungleichmäßige und wolkige Farbaufträge beabsichtigt sind. Unabhängig vom Malwerkzeug besteht der häufigste Fehler bei der Schablonenmalerei darin, dass mit zuviel Farbe gearbeitet wird. Dies führt dazu, dass die Farbe unter die Schablone läuft und verschmierte Konturen entstehen.

Wichtig ist daher, tatsächlich nur sehr wenig Farbe aufzunehmen, die Flächen vorsichtig tupfend auszufüllen und im Zweifel eine Fläche lieber zweimal zu bearbeiten. Nach dem Ausmalen wird die Schablone dann entfernt. Bevor sie ein zweites Mal angelegt wird, sollte sie immer kontrolliert und auf der Rückseite gegebenenfalls gereinigt werden, um ungewollte Abdrücke zu vermeiden.

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