Textilien mit Lavendelöl bedrucken – so geht’s

Textilien mit Lavendelöl bedrucken – so geht’s

Tomatensoße, Kirschsaft, Rotwein oder Karottenbrei auf das Lieblings-T-Shirt gekleckert? Ein Sommer-Top im Schrank, das zwar ganz bequem ist, aber ziemlich langweilig aussieht? Lust darauf, ein schönes Textil von der Stange in ein echtes Unikat mit persönlicher Note zu verwandeln? In allen diesen Fällen kann der Lavendeldruck eine gute Idee sein. Das Drucken mit Lavendelöl ist ein unkompliziertes Druckverfahren, das Motive aller Art farbintensiv und waschecht auf Stoff zaubert.

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Textilien mit Lavendelöl bedrucken - so geht's

Weil ätherisches Lavendelöl unschädlich ist, können auch Kinder kreativ werden. Wir erklären, wie das Druckverfahren funktioniert!:

Textilien mit Lavendelöl bedrucken – das wird benötigt

  • ein weißes oder helles Kleidungsstück aus Baumwolle

  • ein Laserausdruck des gewünschten Motivs

  • ätherisches Lavendelöl, am besten in Bio-Qualität

  • Pinsel, um das Öl zu verteilen

  • stumpfer Gegenstand, um das Motiv auf den Stoff zu reiben, zum Beispiel ein Kochlöffel

  • saugfähiges Papier oder Pappkarton als Unterlage

  • Klebeband oder Malerkrepp

  • Bügeleisen und Backpapier zum Fixieren des Drucks

Das Motiv, das auf den Stoff gedruckt werden soll, muss mit einem Laserdrucker ausgedruckt sein. Eine Kopie aus dem Tintenstrahldrucker funktioniert nicht. Ob die Laserkopie farbig oder schwarz-weiß ist, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Vor allem bei Schriftzügen ist aber wichtig, daran zu denken, das Motiv vor dem Ausdruck zu spiegeln. Denn auf dem Kleidungsstück erscheint das Motiv später seitenverkehrt.

Textilien mit Lavendelöl bedrucken – so geht’s

Lavendelöl ist ein natürliches Lösungsmittel, das die Tonerfarbe löst und auf den Stoff überträgt. Als ätherisches Öl kann Lavendelöl bedenkenlos verwendet werden, auch wenn kleinere Kinder mitmachen.

Das gilt vor allem für ein Öl in Bio-Qualität. Allerdings riecht das Öl intensiv nach Lavendel. Wer den Duft nicht so gerne mag, sollte deshalb die Fenster öffnen und gut durchlüften. In der warmen Jahreszeit kann die Druck-Werkstatt natürlich auch gleich nach draußen verlagert werden.

Schritt 1: das Kleidungsstück vorbereiten

Bevor das Motiv auf den Stoff kommt, sollte das Textil vorbereitet werden. Dazu das Kleidungsstück am besten einmal waschen. Auf diese Weise werden Schmutz- oder Fettrückstände bei gebrauchten Textilien und mögliche Appreturen bei neuen Kleidungsstücken entfernt. Außerdem sollte der Stoff glatt gebügelt werden.

Dann das Kleidungsstück faltenfrei auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Anschließend entweder einen dicken Pappkarton oder mehrere Lagen von einem unbedruckten, saugfähigen Papier zwischen die Stofflagen schieben. Das verhindert, dass die gelöste Tonerfarbe bis auf die Rückseite des Kleidungsstücks dringt.

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Schritt 2: das Motiv mit Lavendelöl auf den Stoff drucken

Ist alles vorbereitet, wird die Laserkopie mit dem Motiv nach unten an der gewünschten Stelle auf den Stoff gelegt. Ratsam ist, das Papier dann mit ein paar Klebestreifen zu fixieren. Dadurch ist sichergestellt, das nichts mehr verrutscht, wenn das Motiv übertragen wird.

Tipp:

Hat das Kleidungsstück einen Fleck, der mit dem Druck kaschiert werden soll, kann ein Motiv ausgewählt werden, das sich um den Fleck legt. Bildet der Fleck zum Beispiel die Mitte einer Blume, fällt es nicht mehr auf, dass der Stoff an dieser Stelle eine andere Farbe hatte.

Nun ein paar Tropfen Lavendelöl auf das Papier geben und mit dem Pinsel gleichmäßig verteilen. Dabei sollte das Öl nur sparsam eingesetzt werden. Es genügt, wenn sich das Papier rund um das Motiv mit dem Öl vollsaugt. Das ist daran zu erkennen, dass das Papier leicht transparent wird. Schwimmt der ganze Ausdruck in Öl, erscheint das Motiv auf dem Stoff verschwommen.

Das Öl sollte nun einen kurzen Moment lang einweichen. Wenn sich das Papier mit dem Öl vollgesaugt hat, kann das Motiv übertragen werden. Dazu mit einem stumpfen Gegenstand über das Papier reiben.

Ein Kochlöffel aus Holz oder auch die schmale Seite eines Lineals ist dafür gut geeignet. Denn sie haben eine stumpfe Kante, die nicht allzu groß ist. So kann gezielt Druck ausgeübt werden. Das Reiben kann ruhig kräftig sein. Nur sollte das Papier dabei weder verrutschen noch Schaden nehmen.

Um zu überprüfen, ob das Motiv schon gut übertragen ist, das Papier an einer Ecke vorsichtig anheben. Ist der Druck schön kräftig, kann das Papier abgenommen werden. Andernfalls einfach noch etwas weiter über das Motiv reiben.

Schritt 3: den Lavendeldruck fixieren

Das bedruckte Kleidungsstück muss dann erst einmal vollständig trocknen. Um den Druck zu fixieren, wird das Textil anschließend auf Baumwoll-Temperatur und ohne Dampf gebügelt.

Dabei das Motiv mit einem Bogen Backpapier abdecken. Auf diese ist das Bügeleisen vor Ölresten geschützt. Wer möchte, kann auch noch ein paar Lagen saugfähiges Papier zwischen die Stofflagen schieben. Mögliche Reste des Lavendelöls saugt das Papier dann auf.

Zum Schluss das T-Shirt in der Waschmaschine waschen. Bis zu einer Temperatur von 30 Grad ist der Druck auf jeden Fall waschecht. Damit ist das selbst entworfene Kleidungsstück fertig!

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Mario Kretschmer, 43 Jahre, Schilder und Leuchtreklame Hersteller, Tim Scheube, 35 Jahre, PG-Cutter und Werbetechniker, Sabine Tallarn, 28 Jahre, Künstlerin / Designerin, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wisseswertes, Anleitungen und Ratgeber zu Schablonen, Malerei, Bastelarbeiten und Dekoration.

Ein Gedanke zu „Textilien mit Lavendelöl bedrucken – so geht’s“

  1. Scheint wohl so, als hätte ich das nächste, kleine Projekt für meine Tochter und mich gefunden!
    Glücklicherweise haben wir (zu) viele schmutzige oder alte & ungebrauchte Sachen, die sich dafür wunderbar eignen… und die Kleine quengelt nicht rum, weil ihr doch so langweilig ist 🙂

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