Infos und Anleitung zum Tangram

Infos zu Tangram

mit Anleitung zum Selbermachen 

Tangram ist der westliche Name für ein sehr altes Lege- und Geduldsspiel, das vermutlich zwischen dem achten und dem vierten Jahrhundert vor Christus in China entstand. Andere Bezeichnungen für dieses Spiel lauten Siebenbrett oder Siebenschlau.

In China heißt das Spiel qiqiaoban und bei dem im Westen verbreiteten Namen handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um ein Kunstwort, dessen Wortklang an die chinesische Tang-Dynastie angelehnt ist. Obwohl das Spiel auf einem sehr simplen Prinzip beruht und mit einfachsten Mitteln auskommt, ist es bei Jung und Alt bis heute gleichermaßen beliebt.

 

So können Stunden mit dem Spiel verbracht werden, ohne dass Langeweile aufkommt, und auch in der Schule, beispielsweise im Fach Mathematik, wird das Spiel zu Lern- und Übungszwecken eingesetzt. Ein weiterer großes Pluspunkt von Tangram liegt darin, dass es problemlos möglich ist, selbst ein solches Spiel anzufertigen.   

Hier nun alle Infos zu Tangram sowie eine Anleitung zum Selbermachen:   

Die Geschichte des Spiels

Eine Legende besagt, dass es einst einen Mönch gab, der seinem Schüler den Auftrag erteilte, die Welt zu bereisen und anschließend die vielfältige Schönheit der Welt zusammenzufassen und auf eine einzige Tafel aus Keramik zu malen. Der Schüler bemalte also eine Keramiktafel, doch unglücklicherweise fiel die Tafel zu Boden und zerbrach in sieben Teile.

Der Schüler versuchte tagelang, die Tafel wieder zu einem Viereck zusammenzulegen, doch seine Bemühungen blieben ohne Erfolg. Während seiner Versuche entstanden jedoch immer wieder neue Bilder, Formen und Muster.

Irgendwann wurde dem Schüler klar, dass er die Welt nicht bereisen musste, um die Schönheit und Vielfalt der Welt zu entdecken. Stattdessen konnte er diese auch in den unendlich vielen Formen, Bildern und Muster aus den sieben Teilen seiner zerbrochenen Keramiktafel wiederfinden, wenn er die Teile immer wieder anders zusammenfügt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden in China die ersten Bücher mit Legevorlagen für das Spiel gedruckt und in diesem Zuge verbreitete sich das Spiel um 1813 auch in Amerika und Europa.

In den deutschsprachigen Ländern erschien das Spiel seinerzeit in einer Taschenausgabe unter dem Titel Kopfzerbrecher und kostete 20 Pfennige. Der immense Erfolg führte dann dazu, dass weitere Spiele ähnlicher Art auf den Markt kamen.

1892 entwickelte Sophus Tromholt, ein Mathematiker aus Schweden, nochmals weitere mathematische Legespiele, die an das Tangram angelehnt waren. Ein großes Comeback erlebt das Spiel Mitte der 1970er Jahre, als eine Ausgabe auf den Markt kam, die das Spiel mit einem Buch im Taschenbuchformat kombinierte, in dem rund 1600 Legemuster aufgeführt sind.  

Aufbau und Ziel des Spiels

Tangram setzt sich aus sieben Teilen zusammen, die einfache geometrische Formen aufweisen. Dabei entstehen die sieben Teile, indem ein Quadrat in zwei große, ein mittelgroßes und zwei kleine Dreiecke, ein Quadrat und ein Parallelogramm zerteilt wird.

Diese sieben Teile müssen nun so zusammengefügt werden, dass sich die Umrisse von bestimmten Formen ergeben. Bei diesen Formen kann es sich beispielsweise um Schiffe, Häuser, Tiere oder menschliche Gestalten handeln. Dabei müssen beim Legen einer Form immer alle Teile verwendet werden und die Teile müssen sich berühren, dürfen aber nicht übereinander liegend angeordnet werden.

Heute gibt es das Spiel jedoch nicht nur in der klassischen Form, sondern auch in zahlreichen anderen Varianten, beispielsweise in rechteckiger und in runder Form oder zusammengesetzt aus anderen geometrischen Formen.

Unsere Anleitung als PDF-Download:

PDF – Anleitung für ein Tangram 

Weiterführende Bastel- und Malanleitungen mit Schablonen:

Thema: Infos zu Tangram – mit Anleitung zum Selbermachen 

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