Bastelanleitung für eine Pinata

Bastelanleitung für eine Pinata 

Eine Pinata kommt nicht nur bei Kindern gut an. Auch bei Geburtstagsfeiern von Erwachsenen, bei Hochzeiten oder bei Firmenfesten sorgt eine bunte Pinata für viel Spaß. Dabei lässt sich eine Pinata prima selbst anfertigen. Und wie das geht, erklärt diese Bastelanleitung!

 

Was ist eine Pinata überhaupt?

Eine Pinata ist eine bunte Figur, die mit Süßigkeiten oder kleinen Geschenken gefüllt ist. Früher wurde die Pinata aus Keramik getöpfert, heute wird sie aus Pappmaschee hergestellt. Bei der Feier wird die Figur aufgehängt und mit einem Stock zerschlagen. Dadurch fallen die Süßigkeiten und Geschenke heraus.

Welche Form die Pinata bekommt, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Tiere und Phantasiefiguren sind ebenso möglich wie abstrakte Objekte. Wichtig ist nur, dass die Pinata bunt gestaltet und üppig dekoriert wird, denn die fast schon übertriebene Optik macht die Figur aus.

 

Die Materialien für eine Pinata

  • ·         großer Luftballon
  • ·         Zeitungspapier und Tapetenkleister
  • ·         Mehl und Salz
  • ·         Papprollen und Eierschachteln
  • ·         Krepppapier und Tonkarton
  • ·         Klebstoff
  • ·         Stifte oder Farben und Pinsel
  • ·         Schnur
  • ·         Süßigkeiten, kleine Geschenke, Konfetti und Luftschlangen als Füllung
  • ·         Schere und Teppichmesser
  • ·         Schlagstock, z.B. Besenstiel

 

Die Bastelanleitung für eine Pinata

Es ist nicht wirklich schwer, eine Pinata zu basteln. Zumal es nicht so sehr darauf ankommt, dass die Details und die Proportionen der Figur stimmen. Viel wichtiger ist, dass die Pinata bunt und lustig dekoriert daherkommt. Allerdings muss die Pinata gut durchtrocknen. Deshalb sollte das Basteln einige Tage vor dem geplanten Einsatz beginnen.

 

1. Schritt: die Grundform anfertigen

Als Basis für die Pinata dient ein Luftballon. Er gibt die Größe vor und bildet gleichzeitig den Raum, der später mit Süßigkeiten und anderen Kleinigkeiten befüllt wird. Deshalb sollte der Luftballon nicht zu klein gewählt werden. Zudem sollte der Luftballon nicht zu stark aufgeblasen sein, denn sonst könnte er beim Bearbeiten zerplatzen. Ratsam ist deshalb, von Anfang an zu einem größeren Luftballon zu greifen.

Der Luftballon wird mit Pappmaschee ummantelt. Allerdings ist es nicht notwendig, ein echtes Pappmaschee anzusetzen. Stattdessen reicht es aus, Tapetenkleister anzurühren. Während der Kleister quillt, werden Zeitungen in Streifen geschnitten oder gerissen. Dann wird der Luftballon mit dem Kleister eingestrichen und mit dem Zeitungspapier belegt. Dabei sollte das Papier so aufgelegt werden, dass sich die Papierstücke an den Rändern leicht überlappen.

Der Bereich um den Knoten des Luftballons wird jedoch ausgespart. Das Loch ist notwendig, damit der Luftballon später entfernt und die Pinata befüllt werden kann. Daher sollte die Aussparung einen Durchmesser von gut fünf Zentimetern haben.

Ist der Luftballon rundherum mit Zeitungspapier verkleidet, wird erneut Tapetenkleister aufgetragen und eine zweite Schicht Zeitung aufgelegt. Dies wird vier, fünf weitere Male wiederholt, bis eine stabile Hülle entstanden ist. Ist die Grundform fertig, muss sie antrocknen.

 

2. Schritt: die Form ausarbeiten

Als nächstes wird die eigentliche Form der Pinata angelegt. Dabei können Arme und Beine aus leeren Papprollen, Ohren und die Nase aus Eierkartons und andere Teile aus Pappe ausgeschnitten werden. Die Anbauteile werden mit Tapetenkleister an der Grundform befestigt und mit einer Schicht eingekleistertem Zeitungspapier abgedeckt.

Damit die Pinata eine gleichmäßig ebene Oberfläche erhält, wird die Form nun mit einer Mehlmasse eingestrichen. Für die Masse werden etwa 200 Gramm Mehl, ein Esslöffel Salz und ungefähr 150 Milliliter Wasser miteinander verrührt. Die Masse hat die richtige Konsistenz, wenn sie sich auftragen und gut verstreichen lässt. Mit der Masse wird nun die gesamte Form samt Anbauteilen bestrichen und die Masse so verschmiert, dass eine gleichmäßig glatte Oberfläche entsteht. Dann muss die Form komplett durchtrocknen.

 

3. Schritt: die Pinata bunt bekleben

Nun bekommt die Pinata ihr buntes Kleid. Dafür werden Streifen aus Krepppapier zugeschnitten und an der Längskante entlang in gleichmäßigen Abständen eingeschnitten. Anschließend werden die bunten Streifen dicht übereinander auf der Pinata festgeklebt. Dabei wird nur die geschlossene, nicht eingeschnittene Kante mit Kleber bestrichen und an der Form festgedrückt. Durch die kleinen Längsstreifen entsteht so ein fellartiges Kleid, das hübsch raschelt.

Die Verkleidung mit Krepppapier sollte die gesamte Form bedecken. Wer nicht so viel Krepppapier verarbeiten möchte, kann die Form aber auch erst mit einer bunten Farbe grundieren und danach ein paar Krepppapierstreifen aufkleben. Der Klebstoff muss dann wieder trocknen.

 

4. Schritt: die Pinata befüllen

Wenn alles komplett durchgetrocknet und eine feste, harte Form entstanden ist, kann der Luftballon aufgeschnitten und aus der Pinata herausgezogen werden. Damit die Pinata später aufgehängt werden kann, braucht sie eine Aufhängung. Dazu werden irgendwo auf der Rückseite zwei kleine Löcher in die Form gestochen. Durch diese beiden Löcher wird Schnur gefädelt und innen in der Pinata mit Knoten gesichert.

Anschließend wird die Pinata befüllt. Als Füllung bieten sich in erster Linie Bonbons, Schokoriegel und andere Süßigkeiten an. Auch kleine Geschenke wie Stifte, Radiergummis, Spitzer, Haargummis, Armbänder und ähnliche Kleinigkeiten machen sich gut. Gutscheine oder kleine Zettel mit Botschaften sind ebenfalls geeignet.

Bei der Auswahl der Füllung sollte nur bedacht werden, dass sie auf den Boden fällt. Zerbrechliche Gegenstände und unverpackte Süßigkeiten sind deshalb nicht geeignet. Um den Spaßfaktor zu erhöhen, können dann noch Konfetti, Glitter und abgerollte Luftschlagen in die Pinata gefüllt werden.

 

5. Schritt: die Pinata verschließen und fertig stellen 

Nun muss noch das Loch, das zum Befüllen notwendig war, verschlossen werden. Am besten eignen sich dazu mehrere Schichten Zeitungspapier, die mit Tapetenkleister zusammengeklebt und damit auch auf der Form befestigt werden. Eine andere Möglichkeit ist, einen dicken Pfropfen aus Zeitungspapier zu formen und in die Öffnung einzukleben. Daneben ist möglich, die Öffnung unter einer Nase oder einem anderen Anbauteil, das aus fester Pappe besteht, zu verstecken. Ist die Öffnung verschlossen, wird die Stelle bemalt oder mit bunten Krepppapierstreifen beklebt.

Zum Schluss bekommt die Pinata noch ihren Feinschliff. Dafür können aus Tonkarton Augen, ein Mund, Blumen, Sterne und andere Zierelemente ausgeschnitten und aufgeklebt werden. Als Haare können Luftschlangen oder Lametta befestigt werden. Aus langen Papierstreifen wiederum können Arme und Beine gefaltet und mit Händen und Schuhen aus Tonkarton ausgestattet werden. Auch ein Hut und eine große Plastikbrille oder ein Halsband mit kleinen Glöckchen sorgen für eine witzige Optik. Der Phantasie sind also kaum Grenzen gesetzt.

Die Pinata ist damit fertig und kann aufgehängt werden. Was noch fehlt, ist der Stock. Auch er sollte mit Krepppapier oder Luftschlangen dekoriert werden. Ein einfacher Stock erfüllt zwar seinen Zweck, sieht verglichen mit der Pinata aber doch etwas zu langweilig aus.

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