Anleitung – Pulli mit Ellenbogen-Patches aufpeppen

Anleitung: einen Pulli

mit Ellenbogen-Patches

aufpeppen

 

Früher waren Flicken auf Kleidungsstücken eher ein notwendiges Übel. So wurden die Stoffflicken auf Pullover, Hosen oder Jacken genäht, um stark beanspruchte Stellen wie die Ellenbogen oder die Knie zu verstärken oder bereits vorhandene Löcher zu verdecken.

Dann kam eine Zeit, in der Löcher und Risse in Hosen total angesagt waren. Mitunter wurde sogar nachgeholfen, indem die neue Jeans mit Messer oder Schere, Schleifpapier und anderen Hilfsmitteln behandelt wurde.

Derzeit erleben Flicken an den Ellenbogen wieder ein echtes Comeback, auch wenn die Flicken jetzt nicht mehr Flicken, sondern Ellenbogen-Patches heißen. Ob aus Leder, Jeans, Kord, bunt gemusterten oder edel glänzenden Stoffen, die Patches lassen Pullover, Langarmshirts, Jacken und sogar Blazer chic, modern und gleichzeitig lässig aussehen. 

Wer den Trend mitmachen möchte, muss sich aber nicht gleich neue Klamotten kaufen. In jedem Kleiderschrank dürfte sich der eine oder andere eher schlichte Pulli finden, der etwas Pfiff gut vertragen könnte. Vielmehr als diesen Pulli, etwas Stoff, ein Stück Karton und Textilkleber braucht es nicht, um Patches selbst anzufertigen.

Wichtig ist nur, darauf zu achten, dass der Textilkleber für die jeweiligen Stoffe von Pulli und Patches geeignet ist, denn andernfalls halten die Flicken nicht richtig und lösen sich spätestens beim ersten Waschen wieder ab. Zudem ist natürlich ratsam, darauf zu achten, dass der Stoff für die Patches gewaschen werden kann, denn das aufgepeppte Kleidungsstück soll ja nicht nur für den einmaligen Gebrauch geeignet sein.

Wie ein Pulli nun mit Ellenbogen-Patches aufgepeppt werden kann, erklärt die folgende Anleitung. Der Pulli versteht sich aber natürlich nur als Beispiel, denn die Anleitung kann genauso auch auf Langarmshirts, Jacken und auch Hosen übertragen werden.

 

Einen Pulli mit Ellenbogen-Patches aufpeppen – die benötigten Materialien

  • ·         Pullover
  • ·         Stoff für die Patches, beispielsweise dünnes, weiches Leder oder Kunstleder, Kord, Jeans oder ein anderer, eher robuster Stoff
  • ·         Karton für die Schablone und zum Unterlegen
  • ·         Bleistift
  • ·         Stecknadeln
  • ·         Schere
  • ·         Textilkleber, am besten zum Sprühen
  • ·         Nadel und Faden nach Wunsch
  • ·         Zeitungspapier

 

Einen Pulli mit Ellenbogen-Patches aufpeppen – die Anleitung

·         Als erstes müssen die Stellen, an denen die Patches platziert werden sollen, markiert werden. Dies gelingt am einfachsten, indem der Pullover angezogen und ein Ellenbogen angewinkelt wird. Nun kann eine Stecknadel genau an der Spitze des Ellenbogens festgesteckt werden und dadurch ist automatisch der spätere Mittelpunkt des Patches markiert. Mit dem zweiten Arm wird dies natürlich wiederholt. Danach kann der Pullover wieder ausgezogen werden.

·         Als nächstes sind die Patches an der Reihe. Für die Patches wird aber zuerst eine Schablone aus Karton angefertigt. Dazu wird die Form auf den Karton gezeichnet und ausgeschnitten. Traditionell sind Ellenbogen-Patches oval. Allerdings ist dies kein Muss und auch kreisrunde, rechteckige, dreieckige, blüten- oder sternförmige Patches können richtig gut aussehen.

·         Anschließend wird die Schablone auf die Rückseite des Stoffes aufgelegt, zweimal übertragen und die beiden Patches werden ausgeschnitten. Wird ein Stoff verwendet, der ausfransen könnte, sollten die Patches allerdings etwas größer ausgeschnitten werden als benötigt. Dadurch können die Ränder nämlich auf die Innenseite umgeklappt werden. Um die Ränder zu fixieren, reicht es aus, die Kanten zu bügeln, ein Umnähen ist nicht erforderlich.

·         Nun werden die Patches auf den Ärmeln des Pullovers positioniert und die Umrisse mit ein paar Stecknadeln markiert. Wer möchte, kann auch die Schablone mittig auf ein Blatt Zeitungspapier legen, übertragen und die Form anschließend aus der Zeitung herausschneiden. Diese Schablone aus Zeitungspapier kann dann auf dem Ärmel festgesteckt werden. In diesem Fall muss der Umriss nicht mit Stecknadeln markiert werden, denn durch den Ausschnitt ist klar, wo der Textilkleber aufgebracht werden muss. Gleichzeitig schützt das Zeitungspapier den Pullover.

·         Bevor die Patches nun aufgeklebt werden, sollte ein Stück Karton in jeden Ärmel geschoben werden, um zu verhindern, dass die Vorder- und die Rückseiten der Ärmel später versehentlich zusammenkleben.

Dann wird der Textilkleber sowohl auf die Ärmel als auch auf die Patches aufgetragen und anschließend werden die Patches auf die Ärmel geklebt. Wird ein sehr dünner oder empfindlicher Stoff wie beispielsweise Seide für die Patches verwendet, ist es allerdings besser, auf den Kleber zu verzichten und die Patches von Hand aufzunähen. Der Kleber könnte nämlich unschöne Flecken auf dem Stoff hinterlassen.

Sind die Patches aufgeklebt, ist der Pullover im Prinzip fertig. Wer möchte, kann die Patches nun aber noch umnähen, entweder als zusätzliche Fixierung mit kaum sichtbaren Stichen oder als zusätzliche Verzierung mit dekorativen Nähten.

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