Muster nach Epochen

Die häufigsten Muster geordnet nach Epochen 

Zunächst ist ein Muster eine Variante der Oberflächengestaltung, bei der sich ein oder mehrere bestimmte Elemente mehrfach wiederholen. Im Hinblick auf die dekorative Gestaltung von Wänden und Gegenständen wird dabei häufig nicht einfach nur von Mustern, sondern von Ornamenten gesprochen, um auf diese Weise den verschönernden Charakter zu unterstreichen. 

Für Ornamente gibt es eigentlich keine Einschränkungen, das bedeutet, Ornamente können als klare und geradlinige geometrische Figuren, als grafische Formen, verschnörkelt und verspielt oder in Form von Blumen, Blättern, Tieren oder anderen Phantasiemustern gearbeitet werden.

 

Allerdings unterliegen auch Muster und Ornamente dem Zeitgeschmack und so sind bestimmte Epochen immer auch von bestimmten Mustern geprägt:

        Altertum.

Bereits mehrere Jahrtausende vor Christus wurden diverse Motive verwendet, um damit Höhlenwände, Tongefäße und Werkzeuge zu verschönern. Zu den typischen Motiven gehörten damals Palmetten und Rosetten sowie Linien- und Spiralmuster. Im alten Ägypten waren der Lotus in Form von Blättern, Knospen und Blüten sowie der Papyrus als Blüte weit verbreitet. Daneben wurden in Ägypten Tiere, Menschen, Schriftzeichen und geometrische Muster aneinandergereiht oder mit Linien verbunden als Muster verwendet.

In der klassischen Antike fanden Pinienzapfen und Granatäpfel Verwendung. Im antiken Griechenland waren Rankenmuster sehr beliebt, wobei die einzelnen Motive nicht nur rechtwinklig, sondern auch diagonal aufgemalt wurden. Häufig wurde das Muster auf den zu verzierenden Gegenstand abgestimmt und beliebte Motive waren Efeu- und Akanthusblätter.

Im Hellenismus und im antiken Rom prägten Menschen- und Tierdarstellungen, beispielsweise in Form von Putten, Phantasiewesen oder Vögeln, die Verzierungen. Während der Spätantike wurden die naturalistischen Motive eher stilisiert, im Osten nahezu abstrakt verwendet. Typische Muster in der römischen Antike waren außerdem der Lorbeer sowie Weinblätter- und ranken.

     Gotik.  

 

Die Gotik ist vor allem von einem Motiv geprägt, der Rosette. Daneben gewinnt das Maßwerk an Bedeutung, also feine, filigrane, geometrische Muster. Während der Spätgotik entwickelt sich der Flamboyant-Stil, der sich durch flammenförmige, häufig zusammengesetzte Fischblasen kennzeichnet.

      Renaissance 

Während der Renaissance wurden die Motive der Antike wiederentdeckt. Die Muster bestanden aus klaren, symmetrischen Anordnungen von strengen Formen in schweren Farben, die durch florale Elemente aufgelockert wurden.

       Barock

Im Barock bestimmten Ludwig XIV. und sein Hofstaat den Zeitgeschmack. Die Ornamente und Muster wurden prunkvoller und lebendiger. Die dekorativen Elemente zeigten geschwungene und gewölbte Linien, die Symmetrie blieb allerdings erhalten.

      Rokoko 

Das Rokoko kennzeichnet sich durch die Muschelform, die Rocaille, die der Epoche ihren Namen gab. Die prunkvollen und teils übertrieben wirkenden Ornamente wichen zugunsten Feinheit und Anmut, ruhige und freundliche Pastelltöne kamen zum Einsatz.

     Klassizismus  

Der Klassizismus entdeckte abermals die geradlinige Formensprache der Antike wieder. Motive wie Kränze, Fackeln oder Säulen wurden zu Mustern gereiht und in schlichter Form zur Verzierung eingesetzt.

    Biedermeier   

Die Stilepoche Biedermeier konzentriert sich auf Bequemlichkeit und Zweckmäßigkeit. Verzierungen wurden nur sparsam und in freundlichen Farben eingesetzt, typische Motive waren Kränze, Schleifen oder Streublümchen.

      Jugendstil   

Der Jugendstil löste frühere Muster und rechtwinklige Anordnungen zugunsten einer organischen, neuartigen floralen Formensprache ab. Gegenstände sollten nicht nur praktisch, sondern vor allem auch schön sein.

      Moderne 

Heute werden gerne unterschiedliche Muster und Ornamente miteinander kombiniert. So finden sich prunkvolle, lebendige Ornamente in geradlinigen, antiken Anordnungen und mithilfe des Computers entstehen immer wieder neue Motive.

Hier mal eine Video-Dokumentation zum Jugendstil:

Mehr Anleitungen und Tipps für Schablonen:

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