Nachhaltige Teebeutel selber machen – so geht’s

Nachhaltige Teebeutel selber machen – so geht’s

Ob morgens zum Frühstück, abends beim Kuscheln auf dem Sofa, zum Aufwärmen, als Alternative zum ständigen Kaffee oder einfach nur so, zwischendurch: Eine Tasse Tee ist etwas Schönes. Doch wenn oft und gerne Tee getrunken wird, kommt durch die herkömmlichen Einweg-Teebeutel aus Papier eine Menge Müll zusammen.

Nachhaltige Teebeutel selber machen - so geht's

Eine nachhaltigere Alternative sind Teeeier oder Teesiebe. Allerdings sind hier die Löcher meist so groß, dass feinere Teestückchen durchpassen. Das Ergebnis ist, dass sie im Tee herumschwimmen. Beim Trinken ist das nicht besonders angenehm.

Also muss eine andere Lösung her. Und eine Idee dafür stellen wir in dieser Anleitung vor. Wir nähen nämlich nachhaltige Teebeutel aus Baumwollstoff.

Der dicht gewebte Stoff sorgt dafür, dass nichts vom losen Tee in der Tasse landet. Die Teebeutel können unzählige Male wiederverwendet werden und sehen dazu noch viel hübscher aus als klassische Papier-Teebeutel oder Teeeier aus Metall. Und zusammen mit Tee und einer schönen Tasse sind sie ein originelles Geschenk für alle Teetrinker.

Nachhaltige Teebeutel selber machen – die Materialien

  • Baumwollstoff

  • Metallösen mit dazugehörigem Werkzeug

  • Schaschlikspieße und Holzperlen

  • Speiseöl

  • Nähmaschine und Nähgarn

Der Baumwollstoff sollte möglichst dicht gewebt sein. Optimal ist ein Stoff aus Bio-Baumwolle. Aber auch Stoffe aus herkömmlicher Baumwolle können natürlich verwendet werden. Gut geeignet sich außerdem Geschirrhandtücher, die ruhig auch schon etwas verwaschen sein dürfen.

Nachhaltige Teebeutel selber machen – so geht’s

Die umweltfreundlichen Teebeutel sind schnell und einfach gemacht. Deshalb kann gleich eine größere Menge angefertigt werden. So ist immer ein frischer Teebeutel für die nächste Tasse Tee vorhanden. Und wenn auf die Schnelle ein Geschenk benötigt wird, ist ebenfalls etwas zur Hand. Also, los geht’s!

  1. Schritt: den Stoff auskochen

Bevor der Baumwollstoff verarbeitet wird, sollte er einmal ausgekocht werden. Dadurch werden Rückstände von Beschichtungen, Reste von Waschmitteln und Verschmutzungen entfernt.

Zum Auskochen einfach einen Topf mit Wasser aufstellen. Wenn das Wasser kocht, wird der Stoff für ein paar Minuten dort hineingegeben. Anschließend den Stoff trocknen lassen und glatt bügeln.

  1. Schritt: den Teebeutel nähen

Für einen Teebeutel wird aus dem Stoff ein 6 cm breiter und 20 cm langer Streifen zugeschnitten.

Dann wird eine schmale Kante ungefähr 1 cm breit umgeklappt und dieser Rand ein zweites Mal umgeschlagen. Wer möchte, kann die Kante mit dem Bügeleisen fixieren oder mit einer Stecknadel feststecken. Anschließend den Rand festnähen. Auf der anderen Seite wird das Ganze wiederholt.

Sind die beiden schmalen Kanten festgesteppt, wird der Stoff rechts auf rechts zusammengelegt. Dann werden die beiden Seiten füßchenbreit zusammengenäht. Nun kann die Nahtzugabe beidseitig auf etwa 0,5 cm zurückgeschnitten werden.

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Anschließend werden die Seiten mit einem Zickzack-Stich versäubert. Dadurch ist sichergestellt, dass der Stoff nicht ausfranst. Schließlich sollen später keine Stofffussel im Tee schwimmen.

  1. Schritt: die Öse einarbeiten

Nach dem Nähen wird der Teebeutel auf die richtige Seite gewendet. Damit er später in die Tasse eingehängt werden kann, bekommt er nun Ösen. Dafür wird auf beiden Seiten mittig ein Loch in den oberen, abgenähten Rand gestanzt.

Anschließend werden in die beiden Löcher Metallösen eingesetzt. Wer eine Ösenzange hat, kann sie verwenden. Ansonsten ist bei Ösen meist ein kleines Werkzeug dabei.

Geübte Näher können die Ösen auch weglassen und stattdessen kleine Knopflöcher in den Teebeutel arbeiten. Wichtig ist dann nur, die Ränder der Löcher ordentlich zu umnähen, damit keine Fäden oder Fussel im Tee landen.

  1. Schritt: den Halter anfertigen

Nun fehlt nur noch der Halter für den Teebeutel. Dafür wird ein Schaschlikspieß auf die gewünschte Länge gekürzt. Anschließend wird eine Holzperle auf das flache Ende gesteckt.

Die Perle sorgt dafür, dass der Halter auf dem Tassenrand liegen bleibt und der Teebeutel nicht in die Tasse fällt. Dabei sollte das Loch in der Perle so groß sein, dass sie gerade eben auf den Holzstab gesteckt werden kann und auch ohne zusätzlichen Klebstoff sicher hält.

Die Holzspieße bestehen aus unbehandeltem Holz. Aus diesem Grund sollten sie mit einem Speiseöl eingerieben werden. Das Öl schützt das Holz vor dem Wasserdampf. Wer es sich besonders einfach machen möchte, kann die Halter eine Zeit lang in ein kleines Schälchen mit Öl legen und anschließend trocknen lassen.

Tipp:

Im Handel sind kleine Holzspieße erhältlich, die eigentlich für Oliven oder Käsewürfel gedacht sind. Weil sie am Ende eine Verdickung haben, die als Griff dient, eignen sich auch sehr gut als Teebeutel-Halter.

Die Nutzung und Pflege der Teebeutel

Für die Zubereitung von einer Tasse Tee wird der Teebeutel mit losem Tee befüllt. Anschließend wird das Holzstäbchen durch die beiden Ösen gefädelt und der Halter auf den Tassenrand gelegt. Dann kann das Wasser eingefüllt werden.

Hat der Tee gezogen, wird der Teebeutel herausgenommen. Dann den Tee ausschütten, den Teebeutel mit heißem Wasser gut ausspülen und trocknen lassen. Das Auswaschen mit heißem Wasser reicht eigentlich aus.

Verfärbt sich der Teebeutel im Laufe der Zeit etwas, kann er gelegentlich in Wasser ausgekocht werden. Genauso ist möglich, ihn in der Waschmaschine mitzuwaschen. Dann sollte bei der Wäsche aber auf ein Waschmittel mit Duftstoffen und einen Weichspüler verzichtet werden.

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Mario Kretschmer, 43 Jahre, Schilder und Leuchtreklame Hersteller, Tim Scheube, 35 Jahre, PG-Cutter und Werbetechniker, Sabine Tallarn, 28 Jahre, Künstlerin / Designerin, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wisseswertes, Anleitungen und Ratgeber zu Schablonen, Malerei, Bastelarbeiten und Dekoration.

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