Anleitung für einen Amigurumi-Glücksbringer

Anleitung für einen Amigurumi-Glücksbringer 

Ob für sich selbst oder zum Verschenken: Amigurumi sind putzige Figuren, die sich prima als Glücksbringer eignen. Und eine Idee für einen Amigurumi-Glücksbringer zum Nachbasteln gibt es hier!

 

Das Wort Amigurumi setzt sich aus den beiden japanischen Verben für stricken und verpacken zusammen. Dabei steht Amigurumi für eine japanische Strick- oder Häkelkunst, mit der kleine Figuren oder Puppen hergestellt werden. Die Figuren ähneln optisch den Charakteren aus Mangas und können Tiere, menschliche Figuren oder Phantasiewesen darstellen. Verwendet werden die Püppchen als Deko, zum Spielen oder eben als Glücksbringer.

Klassischerweise werden Amigurumi aus Garn gehäkelt oder gestrickt. Doch genauso können die witzigen Gesellen auch aus Filz, Stoff, Styroporkugeln und ähnlichen Materialien gebastelt werden. Schließlich wäre es schade, wenn diejenigen, die nicht stricken oder häkeln können, auf den Basteltrend verzichten müssten. Und eine solche Bastelidee für einen Amigurumi-Glücksbringer stellt die folgende Anleitung vor. Viel Spaß beim Nachbasteln! 

 

Die Materialien für einen Amigurumi-Glücksbringer

  • ·         1 Wattekugel, 50 mm Durchmesser, für den Kopf
  • ·         1 Wattekugel, 30 mm Durchmesser, für den Körper
  • ·         4 Wattekugeln, 20 mm Durchmesser, für die Pfoten
  • ·         1 Wattekugel, 15 mm Durchmesser, für den Schwanz
  • ·         graue Wolle
  • ·         Bastelfilz in Schwarz und Weiß
  • ·         2 Wackelaugen zum Aufkleben
  • ·         1 weißer Wattepompon, 10 mm Durchmesser, als Nase
  • ·         Schaschlikspieße aus Holz
  • ·         Acrylfarbe in Schwarz und Weiß
  • ·         Textil- oder Kraftkleber

Außerdem werden ein Pinsel, eventuell ein Wattestäbchen, eine Schere, ein Teppichmesser und eine Stricknadel oder ein ähnliches Werkzeug zum Vorstechen der Löcher benötigt.

 

Die Anleitung für einen Amigurumi-Glücksbringer

In unserer Anleitung basteln wir ein schwarz-grau-weißes Phantasietier als Glücksbringer. Sowohl die Form als auch die Farben sind aber natürlich nur als Anregung gedacht und können selbstverständlich beliebig ausgetauscht werden! Und keine Sorge: In der Theorie klingt alles viel komplizierter als es tatsächlich ist.

 

1. Schritt: die Wattekugeln bemalen

Als erstes werden die Wattekugeln für den Kopf, den Körper, die Pfoten und den Schwanz bemalt. Das gelingt am einfachsten, wenn die Kugeln auf Schaschlikspieße aufgespießt werden. So lassen sie sich rundherum bemalen. Zum Trocknen können die Spieße samt Kugeln dann in ein hohes Glas oder eine Vase gestellt werden.

Damit die Farben gut decken, sollten die Kugeln zuerst mit weißer Acrylfarbe grundiert werden. Ist die erste Farbschicht trocken, werden die Kugeln mit schwarzer Acrylfarbe bemalt. Auf die Kugel für den Körper wird anschließend noch ein großer, weißer Kreis als Bauch aufgemalt.

Tipp: Witzig sieht es aus, wenn das Tier ein Fellmuster aus Punkten bekommt. Dafür wird aus der schwarzen und der weißen Acrylfarbe ein Grauton angemischt. Mit einem Wattestäbchen werden dann graue Punkte auf die Wattekugeln getupft. Anschließend werden mit dem flachen Ende eines Schaschlikspießes kleinere Punkte in weiß oder schwarz in die grauen Punkte gesetzt.  

 

2. Schritt: die übrigen Teile vorbereiten

Während die Wattekugeln trocknen, können die restlichen Teile vorbereitet werden. Dabei werden aus dem schwarzen Bastelfilz zwei große Kreise und aus dem weißen Bastelfilz vier kleinere Kreise ausgeschnitten. Die schwarzen Kreise ergeben die Ohren. Die weißen Kreise sind als Innenohren und als Hintergrund für die Augen gedacht.

Dann werden drei Wollfäden angeschnitten und miteinander verflochten. (Zum Flechten werden die drei Fäden nebeneinander gelegt und dann immer abwechselnd einmal der linke und einmal der rechte Faden über den mittleren Faden hinweg in die Mitte gelegt.) Nun werden acht kurze Wollfäden abgeschnitten. Mit diesen Wollfäden wird der Wollzopf unterteilt. Der erste Wollfaden wird zwei-, dreimal um den Anfang des Wollzopfes gewickelt und mit einem Knoten gesichert. 10 cm weiter wird der Wollzopf ein zweites Mal abgebunden.

Diese 10 cm Wollzopf ergeben die Arme. Direkt neben der zweiten Abbindestelle und dann 4 cm weiter wird der Wollzopf erneut abgebunden. Dieses Stück wird ein Bein. Für das zweite Bein wird das Ganze wiederholt. Zum Schluss wird noch ein 10 cm langes Stück Wollzopf für den Schwanz abgebunden.

Nun kann der Wollzopf, jeweils direkt neben bzw. zwischen den Abbindestellen, auseinandergeschnitten werden. Durch die kurzen Wollfäden geht der Wollzopf nicht mehr auf. Gleichzeitig sind keine dicken Knoten vorhanden, die es schwierig machen würden, den Zopf ordentlich in die Wattekugeln einzukleben.

Tipp: Wer die Arme und Beine etwas stabiler haben möchte, kann statt der Wollfäden Pfeifenreiniger verwenden. Dabei werden dann jeweils zwei Pfeifenreiniger zusammendreht. Und wenn das Tier stehen können soll, können die Wattekugeln an den Unterseiten auch begradigt werden.

 

3. Schritt: die Figur zusammensetzen

Sind alle Einzelteile vorbereitet, kann der Amigurumi-Glücksbringer zusammengebaut werden. Zum Zusammenkleben sollte ein Klebstoff verwendet werden, der keine Fäden zieht. Textil- oder Kraftkleber etwa sind sehr gut geeignet. Schließlich wäre es schade, wenn die Fäden als unschöne Kleberreste auf dem Tierchen zu sehen wären.

[Grafik: Amigurumi]

Amigurumi

Um die Figur zusammenzusetzen, wird in die Kugel für den Kopf und die Kugel für den Körper je ein Loch eingearbeitet. Das klappt am besten mit einer dünnen Stricknadel, die langsam und vorsichtig in die Kugel eingedreht wird. Mit einem kurzen Stück Schaschlikspieß und Klebstoff werden der Kopf und der Körper dann zusammengeklebt.

Auf der Unterseite des Körpers werden zwei Löcher eingestochen. Hier werden die kurzen Wollzöpfe als Beine eingeklebt. In die Rückseite der Körperkugel wird ein Loch eingearbeitet und darin der Schwanz befestigt. Der letzte Wollzopf wird mittig im Nacken des Tierchens festgeklebt. Nun werden die fünf Wattekugeln für die Pfoten und die Schwanzspitze mit einem Loch versehen und an den Enden der Wollzöpfe festgeklebt.

Jetzt braucht der Amigurumi-Glücksbringer nur noch Ohren und sein Gesicht. Für die Ohren werden je ein schwarzer und ein weißer Filzkreis aufeinander geklebt. Mit dem Cutter werden dann zwei Schlitze in den Kopf geschnitten und die Ohren dort mit Klebstoff befestigt. Für die Augen werden erst die beiden übrigen Filzkreise und darüber die Wackelaugen aufgeklebt. Zum Schluss kommt noch der weiße Pompon als Nase aufs Gesicht. Fertig!

Mehr Anleitungen, Tipps, Vorlagen und Ratgeber:

Thema: Anleitung für einen Amigurumi-Glücksbringer

Veröffentlicht von

Redaktion

Mario Kretschmer, 43 Jahre, Schilder und Leuchtreklame Hersteller, Tim Scheube, 35 Jahre, PG-Cutter und Werbetechniker, Sabine Tallarn, 28 Jahre, Künstlerin / Designerin schreiben hier Wisseswertes, Anleitungen und Ratgeber zu Schablonen, Malerei, Bastelarbeiten und Dekoration.

Kommentar verfassen