Skelett-Blätter selber machen – so geht’s

Skelett-Blätter selber machen – so geht’s 

Ob in Blumenarrangements, als Tischdeko oder auf Grußkarten: Die eleganten, filigranen Skelett-Blätter werden sehr gerne in verschiedensten Bastelarbeiten verwendet. Im Floristen- und Bastelbedarf sind sie in unterschiedlichen Formen und Farben erhältlich. Doch die hübschen Skelett-Blätter lassen sich sehr gut auch selbst anfertigen.

Dabei eignen sich alle Blätter, die eine netzartige Struktur haben. Laub von Bäumen wie beispielsweise Kastanien, Eichen oder Buchen kann somit genauso skelettiert werden wie Blütenblätter. Lediglich Pflanzen mit einer parallelen Blattstruktur wie etwa Gräser funktionieren nicht.

 

Und wie aus herkömmlichem Laub feine Skelett-Blätter werden,
erklärt die folgende Anleitung Schritt für Schritt!:

 

Skelett-Blätter selber machen – die Materialien

  • ·         Laub
  • ·         Soda (aus der Drogerie)
  • ·         Kochtopf und Eimer oder Schüssel
  • ·         Wasser
  • ·         Schöpflöffel
  • ·         Pinsel in verschiedenen Größen und mit unterschiedlich harten Haaren
  • ·         Küchenrolle oder Baumwolltuch
  • ·         Schutzbrille und Einweghandschuhe

 

Skelett-Blätter selber machen – so geht’s

1. Schritt: die Lauge vorbereiten

Zunächst wird das Bad vorbereitet, in dem das Laub ausgekocht wird. Für das Bad wird ein großer Topf mit Wasser befüllt. Dabei sollte der Topf nur etwa bis zur Hälfte mit Wasser befüllt werden, denn durch das Soda spritzt die Lauge später gerne etwas. Das Wasser wird nun erwärmt.

In das warme Wasser wird dann das Soda gegeben und durch Rühren aufgelöst. Bei einem großen, halbvollen Kochtopf sollten es ungefähr 100 Gramm Soda sein. Das Sodawasser muss nun aufkochen. Da dadurch eine Lauge entsteht, ist es ratsam, sich mittels Handschuhen und einer Schutzbrille zu schützen. Zudem ist die Lauge für Kinder tabu!

Wenn die Lauge kocht, kann die Temperatur etwas reduziert werden. Es reicht, wenn die Lauge leicht köchelt, sie muss nicht sprudelnd kochen.

 

2. Schritt: das Laub kochen

Bis die Lauge kocht, kann das Laub sortiert werden. Je feiner und zarter die Blätter sind, desto kürzer ist die Kochzeit. Im Unterschied dazu müssen Blätter mit einer harten, festen oder lederähnlichen Haut deutlich länger kochen. Ratsam ist deshalb, die verschiedenen Laubsorten aufzuteilen und mit den feinen Blättern zu beginnen. So können sie später schon skelettiert werden, während die anderen Blätter kochen.

Das Laub wird also in die köchelende Lauge gegeben und unter gelegentlichem Umrühren gekocht. Wie lang die Kochzeit ist, hängt vom Laub ab. Bei sehr feinen Blättern reichen rund 15 Minuten aus, während sehr harte Blätter weit über eine Stunde brauchen können.  

 

3. Schritt: das Laub skelettieren

Sind die Blätter gekocht, können sie mit einem Schöpflöffel aus der Lauge gefischt werden. Dann werden sie in einen Eimer oder eine Schüssel mit sauberem, kaltem Wasser gegeben.

Nun beginnt das Skelettieren. Dazu wird ein Blatt genommen und die obere Haut vorsichtig mit den Fingern oder einem Pinsel abgerieben. Das gelöste Gewebe kann dann mit einem nassen Pinsel abgetragen oder im Wasser abgespült werden. Mit welcher Technik sich die Blatthaut am besten ablösen lässt, muss ausprobiert werden. Ratsam ist nur, sowohl das Blatt als auch die Arbeitsmittel schön feucht zu halten, damit das feine Skelett nicht bricht. Ist eine Blattseite fertig, wird das Blatt umgedreht und das Ganze auf der anderen Seite wiederholt, bis schließlich nur noch das Skelett des Blattes übrig ist.

Sollte sich herausstellen, dass die Haut noch zu fest ist und sich noch nicht ablösen lässt, können die Blätter zurück in die Lauge gegeben und länger ausgekocht werden. 

 

4. Schritt: die Skelett-Blätter trocknen

Die fertig skelettierten Blätter werden auf einen Teller, ein Backblech oder eine andere glatte Fläche gelegt. Dort müssen sie leicht antrocknen. Ratsam dabei ist, die Blätter immer mal wieder vorsichtig anzuheben, damit sie nicht auf dem Untergrund anhaften und beim Abnehmen brechen.

Sind die Blätter etwas angetrocknet, müssen sie komplett durchtrocknen. Dazu werden die Blätter zwischen Küchenrolle oder ein Baumwolltuch gelegt und mit dicken Büchern oder ähnlichen Gegenständen beschwert.

 

5. Schritt: die Skelett-Blätter weiterverarbeiten

Sind die Skelett-Blätter durchgetrocknet, können sie wie gewünscht weiterverarbeitet werden. So ist es beispielsweise möglich, sie naturbelassen oder eingefärbt mit kleinen Drähten auf Gestecken und Kränzen zu befestigten. Daneben können sie mit Metalliclack besprüht und auf einem schönen Hintergrund in einem Bilderrahmen arrangiert werden.

Als Dekoration auf Grußkarten oder auf einem festlich gedeckten Tisch machen sie sich ebenfalls gut. Eine weitere Möglichkeit ist, die Blätter zu laminieren. So bleibt die filigrane, transparente Form erhalten, während die Blätter gleichzeitig stabiler und unempfindlicher werden. Die laminierten Skelett-Blätter können dann beispielsweise als Tischset, als Untersetzer, als Mobile oder als Girlande verwendet werden. Auch originelle Schmuckstücke lassen sich daraus basteln.

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