Anleitung: Eine Sonnenuhr aus Mosaiksteinen

Anleitung: Eine Sonnenuhr aus Mosaiksteinen

 

Eine selbstgebaute Sonnenuhr aus farbenfrohen Mosaiksteinen, die in einem schönen Muster angeordnet sind, ist ein tolles Highlight im Garten. Auf die Minute genau wird die Sonnenuhr die Uhrzeit zwar nicht anzeigen, denn eine absolut präzise Sonnenuhr zu bauen, ist aufwändig und eine Kunst für sich.

Aber unsere Sonnenuhr ist auch nicht nur als schnöder Zeitmesser gedacht, sondern punktet als originelle Deko.

 

Hier also eine Anleitung für eine farbenfrohe Sonnenuhr aus Mosaiksteinen!:

 

Die Materialien für eine Sonnenuhr aus Mosaiksteinen

  • ·         1 Holzplatte, 40 x 40 cm groß und 12 mm stark
  • ·         1 Holzplatte, 16 x 16 cm groß und 12 mm stark
  • ·         2 Holzdübel mit 6 mm Durchmesser
  • ·         Mosaiksteine, darunter 11 größere als Zeitsteinchen
  • ·         Schmucksteinkleber
  • ·         Holzleim
  • ·         Fugenmasse
  • ·         Acrylfarben
  • ·         wetterfester Schutzlack

Als Werkzeuge und Hilfsmittel kommen Stichsäge, Bohrmaschine, Lineal, Bleistift, ein wasserfester Stift, Beißzange, Kunststoff- oder Gummispachtel, Schwamm und Schleifpapier zum Einsatz.

 

Eine Sonnenuhr aus Mosaiksteinen bauen – so wird’s gemacht

 

1. Schritt: die Grundplatte und den Zeiger vorbereiten

Der Bau der Sonnenuhr beginnt mit dem Anzeichnen der Grundplatte. Dafür wird auf die Holzplatte ein Quadrat mit 32 cm langen Kanten aufgezeichnet. Außerdem wird die Position für den Zeiger markiert. Er wird mittig an die Oberkante des 32 cm großen Quadrats angesetzt und verläuft gerade in Richtung Plattenmitte.

In das Feld, das für den Zeiger vorgesehen ist, werden dann zwei Dübellöcher mit 6 mm Durchmesser gebohrt. Dabei werden die Dübellöcher mit jeweils 4 cm Abstand zur späteren Vorder- und Hinterkante des Zeigers platziert.

[Grafik Sonnenuhr]

Sonnenuhr bauen

Als nächstes wird der Zeiger ausgesägt. Dafür wird ein Dreieck auf die kleinere Holzplatte aufgezeichnet. Welchen Winkel die schräge Kante haben muss, hängt davon ab, auf welchem Breitengrad der eigene Wohnort liegt. Für Wohnorte in Deutschland bewegen sich der Breitengrad und damit auch der Winkel für das Dreieck zwischen 47 und 55 Grad. Um den Breitengrad herauszufinden, genügt ein Blick in einen Atlas oder ein Lexikon.

Ist das Dreieck aufgezeichnet, wird es ausgesägt. Anschließend können die Kanten etwas abgerundet und glattgeschliffen werden. Außerdem werden in die Unterkante des Zeigers zwei Dübellöcher gebohrt. Sie müssen mit den Dübellöchern in der Grundplatte übereinstimmen. In die Dübellöcher im Zeiger werden dann die beiden Holzdübel eingeleimt.

 

2. Schritt: die Stunden ermitteln

Um herauszufinden, wo später die Stundensteinchen angebracht werden müssen, wird die Grundplatte an einen sonnigen Platz gebracht. Hier wird sie so auf den Boden gelegt, dass die Oberkante der Platte in Richtung Norden weist. Nachdem der Zeiger in die Grundplatte gesteckt wurde, kann die Platte exakt ausgerichtet werden.

Dabei muss die Grundplatte so liegen, dass der Zeiger genau um 12 Uhr mittags keinen Schatten wirft. Soll die Sonnenuhr die Sommerzeit anzeigen, darf der Zeiger um 11 Uhr keinen Schatten werfen.  

Ab jetzt ist Geduld gefragt. Nun muss nämlich zu jeder vollen Stunde der Strich nachgezogen werden, der dem Schatten entspricht, den der Zeiger wirft. Die Striche werden jeweils vom Rand des inneren Quadrats bis zur Mitte der Grundplatte gezogen.

Nach und nach füllt sich die Grundplatte auf diese Weise mit Feldern, die die Stunden markieren. Das Ganze wird bis mindestens 18 Uhr fortgesetzt. Wer möchte, kann aber auch länger weitermachen. Am nächsten Morgen geht es dann um 8 Uhr weiter, bis wieder der 11- oder 12-Uhr-Punkt erreicht ist. Frühaufsteher können auch früher beginnen.

 

3. Schritt: den Zeiger bemalen und die Grundplatte mit Mosaik gestalten

Sind alle Stundenlinien von mindestens 8 bis 18 Uhr aufgezeichnet, kann es an die Gestaltung der Sonnenuhr gehen. Dafür wird als erstes der Zeiger aus der Grundplatte herausgezogen und mit Acrylfarben bemalt.

Während der Zeiger trocknet, wird das Mosaik auf die Grundplatte aufgebracht. Dafür werden zuerst die größeren Mosaiksteinchen als Stundensteinchen befestigt. Dabei werden diese Steinchen außen am Rand des 32 cm großen Quadrats entlang festgeklebt, und zwar exakt dort, wo die Stundenlinie auf das Quadrat trifft. Damit später nichts durcheinandergerät, können die Stundenzahlen zunächst mit Bleistift auf den Steinchen notiert werden.

Anschließend werden die übrigen Flächen mit Mosaiksteinchen ausgefüllt. Dabei können die einzelnen Felder der Stunden jeweils einfarbig oder bunt ausgelegt werden. Möglich ist auch, nur die Randbereiche der Stundenfelder einfarbig zu gestalten und zur Plattenmitte hin ein chices Muster anzuordnen.

Das Befestigen der Mosaiksteinchen klappt gut, wenn die Steinchen zuerst alle ausgelegt und danach Steinchen für Steinchen mit Schmucksteinkleber festgeklebt werden. Passen keine ganzen Steinchen in bestimmte Zwischenräume, können die Steinchen mit einer Beißzange entsprechend zugeschnitten werden. Sind alle Steinchen verlegt und befestigt, muss der Klebstoff komplett durchtrocknen.

 

4. Schritt: die Sonnenuhr fertig stellen

Nun muss das Mosaik verfugt werden. Dafür wird die Fugenmasse so angerührt, wie es auf der Verpackung angegeben ist. Dann wird die Masse mit einem Kunststoff- oder Gummispachtel über dem Mosaik verteilt, bis alle Fugen ausgefüllt sind. Direkt danach wird die überschüssige Fugenmasse mit einem feuchten Schwamm wieder abgenommen. So werden gleichzeitig auch die Mosaiksteinchen grob gesäubert. Nachdem die Fugenmasse getrocknet ist, wird die Platte noch einmal mit sauberem Wasser gründlich gereinigt.

Dann kann der Zeiger wieder in die Grundplatte gesteckt werden. Dieses Mal wird er aber eingeleimt. Die Stundenzahlen können mit einem wasserfesten Stift auf die Zeitsteinchen geschrieben werden. Damit die Sonnenuhr den Sommer unbeschadet übersteht, wird sie zum Schluss mit einem wetterfesten Lack überzogen. Dann kann sie im Garten aufgestellt werden. Im Winter sollte die Sonnenuhr aber besser weggeräumt werden, denn frostfrei ist sie nicht.

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