Anleitung für ein Brettspiel aus Stoff

Anleitung für ein Brettspiel aus Stoff

Ob im Schwimmbad, im Garten oder während einer längeren Autofahrt: Ein Brettspiel ist eine schöne Möglichkeit, um sich die Zeit zu vertreiben. Wir stellen eine Idee vor, wie ein Brettspiel selbst angefertigt werden kann.

Anleitung für ein Brettspiel aus Stoff

Dabei arbeiten wir mit Stoff. Dadurch lässt sich das Spiel klein zusammenfalten und prima überall hin mitnehmen. Und weil auch Magnete im Spiel sind, verrutscht selbst dann nichts, wenn der Untergrund uneben ist.

Hier also die Anleitung für ein Brettspiel aus Stoff!:

Die Materialien für ein Brettspiel aus Stoff

  • festerer Stoff, zum Beispiel Segeltuch, Nessel oder Leinen; das Stoffstück muss doppelt so groß sein wie das gewünschte Spielbrett
  • Modelliermasse für die Spielfiguren
  • Knopfmagnete, ein Magnet pro Spielfigur
  • Unterlegscheiben
  • Textilmalstift in Schwarz
  • flüssige Textilfarbe in einem oder mehreren Farbtönen
  • Pinsel
  • Papier und Bleistift
  • Acrylfarbe oder Permanentmarker
  • Alleskleber oder Heißkleber

Die Anleitung für ein Brettspiel aus Stoff

Bevor wir mit der Anleitung beginnen, noch ein Tipp: Ratsam ist, einen Magneten mitzunehmen, wenn die Unterlegscheiben besorgt werden. Denn der Eisenanteil in den Scheiben ist unterschiedlich. Enthalten die Scheiben aber zu wenig Eisen, haften die Magnete nicht.

Also besser vor Ort ausprobieren!:

  1. Schritt: eine Vorlage für das Spielfeld erstellen

Zunächst einmal muss überlegt werden, wie das Spielfeld aussehen soll. Dabei ist natürlich möglich, sich an altbewährten Klassikern zu orientieren. Wer kreativ ist, kann sich aber genauso ein ganz eigenes, neues Spiel ausdenken.

Das Spielfeld kann dann probehalber einmal auf ein Blatt Papier gezeichnet werden. Möglich ist auch, das Spielfeld am Computer zu entwerfen und auszudrucken. Auf dem Stoff müssen die einzelnen Spielfelder später nicht ganz gleich und gerade angeordnet sein.

Wenn die Kreise oder Kästchen etwas unregelmäßig aussehen und leicht schief verlaufen, wirkt das selbstgemachte Spiel sogar noch schöner. Nur ist es eben hilfreich, eine Vorlage als Orientierungshilfe zu haben.

Wer sich diesen Schritt sparen möchte, kann aber selbstverständlich ohne Vorlage direkt frei Hand auf dem Stoff zeichnen und einfach schauen, wie sich sein Spielfeld so entwickelt.

  1. Schritt: die Spielfelder auf den Stoff übertragen

Nun wird der Stoff ausgebreitet und danach zur Hälfte zusammengeklappt, so dass er doppelt liegt. Anschließend werden die Spielfelder mithilfe der Vorlage oder frei Hand mit dem Bleistift auf den Stoff gezeichnet.

Sollte etwas korrigiert werden müssen, können die Bleistiftlinien einfach wegradiert werden.

Passt alles, werden die Spielfelder mit dem schwarzen Textilmalstift nachgezeichnet. Wer möchte, kann mit dem Stift auch gleich noch ein paar Verzierungen aufmalen. Dann muss die Farbe trocknen.

  1. Schritt: den Stoff bemalen

Damit das Brettspiel bunt und fröhlich aussieht, kann der Stoff jetzt bemalt werden. Dafür wird mit dem Pinsel etwas flüssige Textilfarbe aufgenommen und auf den Stoff aufgetragen.

Wie das Spielbrett gestaltet wird, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. So ist zum Beispiel möglich, das ganze Spielfeld einzufärben oder bildliche Motive aufzumalen.

Eine andere Möglichkeit ist, nur die Spielfelder bunt zu gestalten. Schön sieht es aber auch aus, wenn in den Stoffecken Farbe aufgetragen wird, die zur Spielfeldmitte hin immer heller wird.

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  1. Schritt: die Unterlegscheiben ankleben

Wenn die Bemalung trocken ist, wird der Stoff aufgeklappt. Nun werden nämlich auf der Stoffrückseite die Unterlegscheiben aufgeklebt, die die Spielfiguren später auf dem jeweiligen Spielfeld halten.

Die schwarzen Linien vom Textilmalstift sollten auf der Stoffrückseite eigentlich gut zu erkennen sein. Falls nicht, kann der Stoff etwas angehoben werden. Durch das Licht werden die Linien sichtbar, so dass sie dann mit Bleistift nachgezogen werden können.

Zum Befestigen wird auf eine Unterlegscheibe Klebstoff gegeben und die Scheibe auf ein Spielfeld geklebt. So wird nach und nach weitergemacht, bis alle Spielfelder mit einer Unterlegscheibe ausgestattet sind.

  1. Schritt: die Spielfiguren formen

Während der Klebstoff trocknet, können die Spielfiguren geformt werden. Dazu wird ein kleines Stück Modelliermasse genommen und einmal gut durchknetet.

Durch das Kneten wird die Masse weicher und lässt sich besser formen. Dann wird die Masse in die gewünschte Form gebracht. Das kann zum Beispiel ein Kegel, ein Würfel oder auch eine Kugel sein.

In die Unterseite der Figur wird anschließend ein Magnet gedrückt. Die Modelliermasse kann dann noch ein bisschen über den Magnet geschoben werden. So ist sichergestellt, dass der Magnet nicht heraus fällt, wenn sich die Masse beim Trocknen etwas zusammenzieht.

Auf diese Weise werden so viele Spielfiguren geformt, wie gewünscht und benötigt. Wer möchte, kann auch den Spielwürfel selbst anfertigen. Dafür wird ein Stück Modelliermasse zu einer Kugel geformt. Anschließend wird die Kugel auf die Arbeitsfläche aufgeklopft. Dadurch entsteht eine gerade Fläche.

Das wird dann mit den anderen Seiten wiederholt. Mit einem Zahnstocher oder einer Stricknadel können zum Schluss Augen, Zahlen oder andere Symbole in die Würfelseiten eingeritzt werden.

Härtet die verwendete Masse an der Luft aus, werden die Spielfiguren zum Trocknen einfach beiseite gestellt. Ansonsten werden die Figuren gemäß Anleitung auf der Verpackung im Backofen ausgehärtet.

  1. Schritt: den Stoff zusammenkleben

Sitzen die Unterlegscheiben fest auf dem Stoff, wird dieser wieder zusammengeklappt. Anschließend wird er an drei Seiten mit Klebstoff zusammengeklebt.

Durch die drei geschlossenen Seiten entsteht eine Art Tasche. Hier können die Spielfiguren später hineingegeben werden. Für den Transport wird der Stoff einfach zusammengerollt.

  1. Schritt: die Spielfiguren verzieren

Ist die Modelliermasse ausgehärtet, können die Spielfiguren noch verziert werden. Dafür können sie zum Beispiel mit Acrylfarben bemalt werden, damit sie sich optisch gut voneinander unterscheiden.

Eine andere Möglichkeit ist, mit einem Permanentmarker Linien, Punkte, Kreuze, Kringel oder andere Muster aufzumalen. Die Einkerbungen im Spielwürfel können ebenfalls mit dem Permanentmarker ausgemalt und so betont werden.

Dann müssen nur noch die Spielregeln festgelegt werden – und schon kann die erste Partie beginnen!

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