Anleitung: Hängedeko aus Papiertüten

Anleitung: Hängedeko aus Papiertüten 

Ob an einem großen Fenster, in einer kahlen Zimmerecke, über dem Esstisch oder mitten im Raum: Durch eine hübsche Hängedeko lässt sich im Handumdrehen ein tolles Highlight setzen. Und dass sich eine wirklich eindrucksvolle Deko für kleines Geld und kinderleicht selbst anfertigen lässt, stellt die folgende Anleitung unter Beweis.

Alles, was dafür benötigt wird, sind ein paar Butterbrotbeutel aus Papier, etwas Klebstoff und eine Schere. Ob das Hängeelement dann für sich präsentiert oder zusammen mit anderen Elementen arrangiert wird, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Doch wer einmal angefangen, wird bestimmt immer wieder neue Muster ausprobieren wollen.

Hier ist jedenfalls die Anleitung!

 

Die Materialien für die Hängedeko

  • ·         Butterbrotbeutel, 6 bis 8 Stück pro Dekoelement
  • ·         Klebstoff
  • ·         Schere
  • ·         Faden zum Aufhängen
  • ·         Büroklammer nach Wunsch

 

Die Anleitung für eine Hängedeko aus Papiertüten

Die Papierelemente sehen wirken eindrucksvoll und aufwendig aus. Dabei ist die Herstellung kinderleicht und dauert nur wenige Minuten.

Gefertigt wird ein Hängeelement wie folgt:

·         Zunächst wird ein Butterbrotbeutel so auf die Arbeitsfläche gelegt, dass die offene Seite nach oben und die geschlossene Kante nach unten zeigen.

·         Nun wird auf den Papierbeutel mit Klebstoff ein umgekehrtes T aufgetragen. Der Kleber wird also einmal waagerecht, an der geschlossenen Kante entlang und einmal senkrecht, mittig auf der Papiertüte aufgebracht. Welcher Klebstoff verwendet wird, spielt keine große Rolle. Ein flüssiger Klebstoff funktioniert genauso gut wie ein Klebestift oder Bastelleim. Ratsam wäre nur, einen Klebstoff zu verwenden, der transparent auftrocknet. Als Alternative zu Klebstoff kann natürlich auch doppelseitiges Klebeband zum Einsatz kommen.

·         Auf den ersten Butterbrotbeutel werden fünf bis sieben weitere Papiertüten aufgeklebt. Dabei wird jedes Mal ein T aus Klebstoff auf den Beutel aufgetragen, der oben liegt, und der nächste Beutel passgenau darauf aufgelegt. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Beutel wirklich möglichst exakt aufeinanderliegen und die offenen Seiten immer nach oben zeigen. Je mehr Butterbrotbeutel verwendet werden, desto mehr Lamellen hat die Deko. Allerdings wird auch das Schneiden schwieriger.

·         Nachdem alle Butterbrotbeutel aufeinander geklebt sind, wird das Dekoelement in Form gebracht. Dazu wird zuerst die obere, offene Seite mit der Schere zugeschnitten. Als Formen sind dabei beispielsweise eine Spitze, mehrere Zacken, eine Rundung oder eine Wellenlinie möglich. Wie bei einem Scherenschnitt werden anschließend auch die Längsseiten mit einem Muster versehen. Dabei können beide Seiten gleich oder mit unterschiedlichen Einschnitten gestaltet werden.

·         Jetzt folgt der spannende Moment: das Papierelement wird auseinandergefaltet. Dafür werden die Butterbrottüten so auseinandergezogen und aufgefächert, dass der oberste Beutel und der unterste Beutel aufeinandertreffen. Das Element kann mit Klebstoff fixiert werden. Möglich ist aber auch, das Element unsichtbar mit einer Büroklammer zusammenzustecken. Das hat den Vorteil, dass das Element später wieder zusammengefaltet und platzsparend weggeräumt werden kann.

·         Zum Schluss wird noch ein Stück Faden als Aufhänger befestigt. Fertig!

Wie das fertige Hängeelement aussieht, hängt davon ab, welches Muster gestaltet wurde. Dabei macht es viel Spaß, herumzuprobieren und immer wieder neue Muster zu erfinden. Als kleine Anregung hier aber ein Beispiel:

[Hängedeko 1]

hängedeko

 

Extra-Tipp

Butterbrotbeutel sind sehr kostengünstig zu haben. Eine Packung mit 100 Papiertüten kostet weniger als 2 Euro. Kleiner Nachteil ist aber, dass die Beutel praktisch nur in Weiß erhältlich sind. Andererseits ist es nicht schwer, die Papiertüten selbst herzustellen. Aus Transparent-, Bastel-, Geschenk- oder auch Backpapier gefertigt, können dann auch Hängeelemente in bunten Farben gebastelt werden.

Die Papiertüten wiederum entstehen so:

·         Für eine Papiertüte wird ein 28 cm breites und 23 cm hohes Stück Papier zugeschnitten.

·         Damit das Zusammenfalten und -kleben einfacher geht, werden nun Faltkanten markiert. Dabei verlaufen die Faltkanten bei 5 cm, 6,5 cm, 8 cm, 18 cm, 19,5 cm und 21 cm.

·         Das Papier wird dann so zusammengeklappt, dass die Faltkanten bei 5 cm und bei 19,5 cm die beiden neuen Seitenkanten bilden. Die beiden früheren Seitenkanten überlappen sich dadurch um 2 cm. Und dieser Streifen dient als Klebelasche, über die die Papiertüte zusammengeklebt wird.

·         Jetzt wird die rechte Seitenkante nach innen geschoben. Die beiden Faltkanten, die sich im Abstand von 1,5 cm neben der Seitenkante befinden, bilden dadurch die neuen Außenkanten, während dazwischen eine 3 cm breite Falte entsteht. Das Ganze wird auf der linken Seite wiederholt.

·         Dann wird die Unterkante der Papiertüte 2 cm breit nach oben gefaltet und wieder zurückgeklappt. An dieser Faltlinie entlang wird das Papier an den Seiten und auf der Rückseite weggeschnitten. Die Lasche, die danach übrig ist, wird auf der Rückseite festgeklebt. Damit ist die selbstgemachte Papiertüte fertig.

Hier die Anleitung noch mal als Grafik:

[Hängedeko 2]

Hängedeko 2

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Veröffentlicht von

Redaktion

Mario Kretschmer, 43 Jahre, Schilder und Leuchtreklame Hersteller, Tim Scheube, 35 Jahre, PG-Cutter und Werbetechniker, Sabine Tallarn, 28 Jahre, Künstlerin / Designerin schreiben hier Wisseswertes, Anleitungen und Ratgeber zu Schablonen, Malerei, Bastelarbeiten und Dekoration.

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