Anleitung für grafische Wandbilder aus gefalteten Papieren

Anleitung für grafische Wandbilder aus gefalteten Papieren

Um eine große Wirkung zu erzielen, braucht es manchmal gar nicht viel. Bestes Bespiel sind die Wandbilder, die wir in dieser Anleitung vorstellen. Dabei wird ganz normales Papier gefaltet und eingerahmt. Dadurch entstehen Bilder mit grafischen Mustern, die wie sehr teure Kunstwerke aussehen und locker aus einer edlen Galerie stammen könnten.

Anleitung für grafische Wandbilder aus gefalteten Papieren

Die Materialien für grafische Wandbilder aus gefalteten Papieren

  • Papiere in der gewünschten Qualität, Farbe und Größe

  • Bilderrahmen ohne Glasscheibe

  • Passepartouts nach Wunsch

  • Klebeband, einfach oder doppelseitig

  • Schere

  • Bleistift

Die Anleitung für grafische Wandbilder aus gefalteten Papieren

Für die Bilder können letztlich alle Papiersorten verwendet werden. Ratsam ist aber, es bei einfarbigen Papieren zu belassen. Denn bunte Muster könnten zu sehr von den Strukturen ablenken, die durch das Falten der Papiere entstehen.

Außerdem sollten tatsächlich Papiere verarbeitet werden. Bei einem dicken Bastelkarton ist es nämlich schwierig, gleichmäßige und glatte Falze zu knicken.

Eine Papiersorte, die sich sehr gut für die Bilder eignet, ist Pergamentpapier. Durch die kurzen Papierfasern kommen die Knicke toll zur Geltung und bleiben im vergleichsweise harten Papier auch stabil erhalten. Transparentes Architektenpapier sorgt für ähnliche Effekte.

Ansonsten lädt die Technik dazu ein, auszuprobieren und mit verschiedenen Papieren und Falttechniken zu experimentieren. Die Vorgehensweise vom Stück Papier bis zum fertigen Wandbild gestaltet sich wie folgt:

  1. Schritt: die Papiere auswählen

Zunächst werden ein oder mehrere Papiere für das Wandbild ausgewählt. Soll das Wandbild ganz schlicht bleiben und nur durch seine Struktur wirken, ist es ratsam, es bei einem größeren Papier zu belassen.

Wer mehrere Muster oder Farben miteinander kombinieren möchte, kann entsprechend mehrere kleinere Papiere zusammenstellen.

  1. Schritt: die Blätter falten

Als nächstes werden die Papiere gefaltet. Dabei ist möglich, die Blätter einfach beliebig zu knicken und die Muster zufällig entstehen zu lassen. Andersherum können die Strukturen auch geplant sein. In letzterem Fall bieten sich zum Beispiel Streifenmuster und ein Muster, das an Fischgräten erinnert, an.

Für das Streifenmuster wird das Blatt Papier wie eine Ziehharmonika geknickt. Dazu wird die Unterkante des Papiers ein Stück weit nach oben geklappt und fest gestrichen. Dann wird das Papier umgedreht und die neue Unterkante wieder ein Stück nach oben gefaltet.

Danach wird das Papier erneut auf die Vorderseite gedreht und die Unterkante noch einmal nach oben geknickt. Das wird wiederholt, bis das ganze Papier zu einem Streifen gefaltet ist. Dieser Streifen wird anschließend geöffnet und leicht auseinandergezogen.

Je nachdem, ob die Streifen waagerecht oder senkrecht verlaufen sollen, beginnt die Faltung an einer kurzen oder langen Kante. Für diagonale Streifen wiederum wird das Blatt von einer Ecke aus geknickt.

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Die einzelnen Faltungen müssen aber nicht unbedingt akkurat sein. Sehr schöne Effekte entstehen auch dann, wenn die Streifen später unterschiedlich breit sind.

Das Fischgrätmuster entsteht ebenfalls durch eine Zickzack-Faltung. Zuvor wird das Papier aber wie ein Brief zweimal waagerecht gefaltet. Dadurch ist das Papier auf ein Drittel geknickt und liegt in drei Lagen übereinander.

Anschließend wird das Papier von einer Ecke aus zu einer Ziehharmonika gefaltet. Danach wird das Blatt vorsichtig geöffnet.

  1. Schritt: die gefalteten Papiere zuschneiden

Durch das Falten schrumpft das Papier und verzieht sich ein wenig. Vor allem bei einem Muster mit diagonalen Linien kann es deshalb notwendig werden, das Papier zuzuschneiden, damit es wieder gerade Ränder hat.

Dazu wird ein anderes Blatt Papier oder auch die Rückwand des Rahmens locker auf das Papier aufgelegt. Mit dem Bleistift können dann auf den hochstehenden Faltkanten und in den Vertiefungen dazwischen kleine Punkte für die Schnittkante markiert werden.

Wichtig dabei ist aber, mit möglichst wenig Druck zu arbeiten, um die Faltung nicht wieder ganz platt zu drücken.

Sind die Schnittkanten angezeichnet, kann mit der Schere vorsichtig von Punkt zu Punkt geschnitten werden. Nach dem Zuschnitt hat das gefaltete Papier bei der Draufsicht von oben oder vorne wieder vier gerade Kanten.

  1. Schritt: die Papiere rahmen

Sind die Papiere fertig, können sie im Bilderrahmen arrangiert werden. Hier gibt es ebenfalls verschiedene Möglichkeiten. Ist das gefaltete Musterblatt deutlich kleiner als die Bildfläche im Rahmen, kann es mittig auf ein Papier geklebt werden. Dazu am besten am Rand entlang auf den flachen Abschnitten kleine Stücke doppelseitiges Klebeband anbringen.

Für eine Collage werden mehrere gefaltete Blätter neben- und übereinander angeordnet. Auch hier bietet sich für die Befestigung doppelseitiges Klebeband an.

Ein Strukturbild mit nur einem großen Blatt Papier kann mit einem Passepartout in Szene gesetzt werden. Dafür wird das Blatt auf der Rückseite des Passepartouts mit kleinen Klebestreifen fixiert. Anschließend kann das Bild in den Rahmen eingelegt werden.

Die Papierbilder wirken durch die erhabenen Strukturen. Die Falten und Knicke wiederum lassen die Bilder je nach Lichteinfall immer wieder anders aussehen, weil sich unterschiedliche Schatten bilden.

Dieser Effekt wird verstärkt, wenn der Bilderrahmen kein Glas hat. Deshalb die Scheibe lieber weglassen. Sind alle Papiere gerahmt, sind die Bilder auch schon fertig und bereit zum Aufhängen!

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Mario Kretschmer, 43 Jahre, Schilder und Leuchtreklame Hersteller, Tim Scheube, 35 Jahre, PG-Cutter und Werbetechniker, Sabine Tallarn, 28 Jahre, Künstlerin / Designerin, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wisseswertes, Anleitungen und Ratgeber zu Schablonen, Malerei, Bastelarbeiten und Dekoration.

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