Anleitung für bedruckte Geschirrtücher

Anleitung für bedruckte Geschirrtücher

Geschirrtücher müssen nicht nur praktisch sein, sondern können auch richtig gut aussehen! In diesem Beitrag zeigen wir, wie einfache Baumwoll- oder Leinenstoffe mit farbenfrohen Motiven bedruckt werden können. Für den Druck arbeiten wir mit Textilfarben und einer Gelplatte. Und auch die Gelplatte machen wir selbst.

Anleitung für bedruckte Geschirrtücher

Los geht’s!:

Die Anleitung für eine selbstgemachte Gelplatte

Die Gelplatte ist eine Druckhilfe, die im kreativen Bereich ziemlich oft zum Einsatz kommt. Da die Platte durchsichtig ist, können verschiedene Vorlagen darunter gelegt und nachgemalt werden.

Vor allem bei aufwändigeren Motiven oder Mustern ist die Gelplatte sehr nützlich, weil so nicht direkt auf dem Stoff gemalt werden muss.

Anders als auf dem Stoff sind auf der Platte jederzeit Korrekturen möglich. Schlimmstenfalls können die Farben auch komplett weggewischt werden, wenn ein Motiv nicht gelungen ist.

Gleichzeitig erlaubt die Platte verschiedenste Maltechniken wie zum Beispiel Farbverläufe. Und auf der Platte malt es sich leichter, weil ihre Oberfläche nicht so stumpf ist wie Stoff.

Gelplatten sind im Bastel- und im Kunstbedarf in verschiedenen Größen erhältlich. Sie können zwar sehr oft wiederverwendet werden, sind aber nicht ganz billig. Doch wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, kann sich seine Gelplatten auch ganz einfach selbst herstellen.

Wie das geht, erklären wir jetzt:

Die Zutaten

  • 9 Päckchen gemahlene Gelatine

  • 250 ml kaltes Wasser

  • 125 ml Isopropanalkohol

  • 125 ml flüssiges Glycerin

Als Werkzeuge werden ein Topf, ein Messbecher und ein Schneebesen benötigt. Außerdem kommen ein der mehrere Gefäße mit einem ebenen Boden zum Einsatz, die den Platten ihre Formen geben.

Bei den Gefäßen kann es sich zum Beispiel um eine Auflaufform, ein Tablett mit höherem Rand, ein kleines Backblech oder eine Frischhaltedose handeln. Mit einem Stück Papier, etwas Backpapier und einem Messer sind die benötigten Materialien komplett.

So wird’s gemacht

Die Herstellung der Gelplatte ist nicht besonders schwer, sollte aber sorgfältig erfolgen. Schließlich soll die Platte schon glatt und eben werden.

Die einzelnen Arbeitsschritte sind folgende:

  • Zuerst wird das kalte Wasser in einen kleinen Topf gegossen und die Gelatine unter Rühren hinzugefügt.

  • Nun muss die Gelatine gute zehn Minuten lang quellen.

  • In der Zwischenzeit können schon der Alkohol und das Glycerin abgemessen und miteinander verrührt werden.

  • Ratsam ist außerdem, die Formen für die Platte mit Backpapier auszulegen. So lässt sich die Gelplatte später leichter herausnehmen.

  • Wenn die Gelatine aufgequollen ist, wird die Mischung bei kleiner Hitze erwärmt, bis sie flüssig ist.

  • Dann wird der Topf vom Herd genommen, die Alkohol-Glycerin-Mischung zur flüssigen Gelatine gegeben und alles gut miteinander verrührt.

  • Die Flüssigkeit wird nun in die vorbereiteten Formen gegossen. Dabei sollte die Schicht jeweils ungefähr einen halben Zentimeter hoch sein.

  • Falls sich beim Einfüllen Luftbläschen gebildet haben, werden sie abgeschöpft. Dazu wird ein Stück Papier genommen und mit der Kante langsam über die Oberfläche gezogen. Dadurch schieben sich die Luftbläschen an den Rand.

  • Jetzt muss die Masse aushärten. Weil das mehrere Stunden dauert, ist es am besten, die Formen einfach über Nacht stehen zu lassen.

Wenn die Platte ausgehärtet ist, fühlt sie sich an wie eine Silikon-Backmatte oder Gummibärchen. Sie kann dann aus der Form gelöst und an den Rändern mit einem Messer gerade abgeschnitten werden. Damit ist sie fertig für den ersten Einsatz!

Bei Zimmertemperatur bleibt eine DIY-Gelplatte mehrere Wochen lang haltbar. Allerdings sollte sie luftdicht verpackt werden, damit sie nicht austrocknet. Dazu kann sie entweder in eine Frischhaltebox gelegt oder in Frischhalte eingewickelt werden.

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Wird die Platte irgendwann spröde oder hat sie einen Riss bekommen, kann sie recycelt werden. Das gilt natürlich auch dann, wenn die Platte im ersten Anlauf nicht gelungen ist. Um die Platte zu recyceln, wird sie in Stücke zerschnitten und in den Topf gegeben.

Bei kleiner Hitze werden die Stücke dann unter Rühren erwärmt, bis die Masse wieder flüssig ist. Anschließend kann die Gelplatte frisch gegossen werden.

Wer möchte, kann auch eine alte Platte schmelzen und mit einer neuen Masse mischen. So lassen sich mehrere oder größere Gelplatten herstellen.

Die Anleitung für bedruckte Geschirrtücher

Geschirrtücher sind praktische Helfer in der Küche. Und wenn sie mit schönen Motiven bedruckt sind, sehen sie auch noch richtig dekorativ aus. Gleichzeitig können die Geschirrtücher im gewünschten Format angefertigt werden.

So können dann auch Tücher entstehen, die kleiner oder größer sind als die üblichen Standard-Abmessungen. Und wer noch Omas Tischdecken oder Leintücher hat, kann sie verarbeiten und ihnen so eine neue Aufgabe geben.

Das wird benötigt

  • Baumwoll- oder Leinenstoff

  • Geschenkband aus Stoff

  • Nähmaschine und Garn

  • Schere und Stecknadeln

  • Küchenmotive als Vorlage, gemalt oder ausgedruckt auf Papier

  • Gelplatte

  • Textilfarben in den gewünschten Farbtönen

  • Pinsel

  • Textilmalstift in Schwarz

So geht’s

Zunächst werden aus dem Stoff Rechtecke im gewünschten Format zugeschnitten. Anschließend werden die Ränder umgeklappt, mit Stecknadeln festgesteckt und mit einem Gerad- oder einem Zick-Zack-Stich umsäumt.

Dabei wird ein kleines Stück Stoffband doppelt gelegt und an einer Ecke als Aufhänger angenäht.

Dann geht es mit den Motiven für die Geschirrtücher weiter. Im Internet und auch in Kindermalbüchern finden sich Gemüse, Obst, Kochutensilien und allerlei andere Küchenmotive, die prima passen. Wer möchte, kann seine Motive aber natürlich auch selbst gestalten.

Die Vorlage wird nun unter die Gelplatte gelegt. Anschließend kann das Motiv mit dem Pinsel nach- und ausgemalt werden. Dabei muss nicht sehr exakt gearbeitet werden.

Die Vorlage dient eher als Orientierungshilfe. Damit die Farbflächen später lebendiger wirken, ist es immer ganz gut, ein paar Pinselstriche mit weißer Farbe in die Flächen zu setzen.

Ist das Motiv fertig, wird der Stoff glatt ausgebreitet. Dann wird die Gelplatte mit der bemalten Seite nach unten aufgelegt und gut angedrückt. Direkt danach kann die Gelplatte auch schon wieder abgezogen werden. Das bedruckte Geschirrtuch wird nun zum Trocknen aufgehängt.

Tipp:

Ist das Motiv größer als die Gelplatte, kann es aufgeteilt werden. In diesem Fall wird erst ein Teil des Motivs gemalt und abgedruckt und später dann der zweite Teil.

Für den nächsten Druck kann entweder frische Farbe aufgetragen werden. Oder die Gelplatte wird ganz abgewaschen und mit einem anderen Motiv bemalt. Auf diese Weise werden alle Geschirrtücher bedruckt.

Wenn die Textilfarben trocken sind, können mit dem schwarzen Textilmalstift Konturen, Linien und kleinere Details wie zum Beispiel Wurzeln bei Gemüse ergänzt werden.

Sind auch diese Linien getrocknet, werden die Farben nach Herstelleranleitung durch Bügeln oder im Backofen waschfest fixiert. Und schon sind die selbstgestalteten Geschirrtücher fertig!

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Mario Kretschmer, 43 Jahre, Schilder und Leuchtreklame Hersteller, Tim Scheube, 35 Jahre, PG-Cutter und Werbetechniker, Sabine Tallarn, 28 Jahre, Künstlerin / Designerin, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wisseswertes, Anleitungen und Ratgeber zu Schablonen, Malerei, Bastelarbeiten und Dekoration.

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