Schablonen aus Herbstblättern basteln – so geht’s

Schablonen aus Herbstblättern basteln – so geht’s

Basteln macht zwar das ganze Jahr über Spaß. Doch vor allem der Herbst ist eine ideale Jahreszeit für kreative Bastelprojekte. Das liegt zum einen daran, dass es draußen oft kühl, regnerisch und windig ist. Bei so einem ungemütlichen Schmuddelwetter sind lange Bastelnachmittage in der kuschelig warmen Wohnung eine schöne Sache.

Schablonen aus Herbstblättern basteln - so geht's

Zum anderen liefert die Natur im Herbst eine Fülle an tollen Bastelmaterialien. Dazu gehören zum Beispiel Nüsse und Kastanien, Hagebutten oder Äste. Außerdem steht Laub in allerlei Farben und Formen zur Verfügung. Und die Herbstblätter eignen sich ideal für selbstgemachte Schablonen.

Mit den Schablonen können anschließend Girlanden und Mobiles, Geschenkanhänger oder Verzierungen für herbstliche Grußkarten gebastelt werden. Aber auch für Bilder oder beim Bemalen von Textilien, Geschirr und anderen Gegenständen können die Schablonen zum Einsatz kommen.

In dieser Anleitung zeigen wir zwei Möglichkeiten, um Schablonen aus Herbstblättern anzufertigen. Also, fangen wir an!:

Die Materialien für die selbstgemachten Schablonen

  • Laub in verschiedenen Größen und Formen

  • Küchenpapier

  • Bleistift und Filzstift

  • Pappkarton und/oder Folie

  • Teppichmesser, Skalpell oder Schere

Werden die Schablonen aus Karton hergestellt, ist Graupappe ideal. Denn Graupappe ist fest, stabil und bildet nicht so schnell Knicke. Bei Schreib- und Malblöcken besteht die Rückseite in aller Regel aus Graupappe. Wer also einen Block hat, kann ihn ruhig verwenden. Ansonsten funktioniert aber natürlich auch normale Pappe oder Bastelkarton.

Für die zweite Variante unserer Schablonen verarbeiten wir Folie. Diese sollte dicker und möglichst steif sein. Schablonen aus Folie bieten den Vorteil, dass sie sehr oft verwendet werden können. Außerdem macht ihnen Feuchtigkeit nichts aus.

Schablonen aus Herbstblättern basteln – so geht’s

Wie schon erwähnt, basteln wir zwei verschiedene Schablonen-Varianten. So fertigen wir zum einen Positivschablonen. Bei diesen Schablonen wird die Blattform ausgeschnitten. Die Positiv-Schablone sieht also genauso so aus wie das Herbstblatt und wenn sie zum Einsatz kommt, werden die Konturen übertragen.

Zum anderen stellen wir Negativschablonen her. Hier werden die Blattformen aus der Schablone herausgeschnitten. Dadurch entsteht eine Innenfläche in Form des Herbstblatts, die später mit Farbe ausgefüllt werden kann.

Herbstblätter sammeln

Bevor das Basteln beginnen kann, steht erst einmal ein Spaziergang durch den Wald oder einen Park auf dem Programm. Ideal ist dafür ein Tag, an dem es trocken ist. Denn je nasser das Laub ist, desto länger muss es vor der Weiterverarbeitung trocknen.

Für die Schablonen eignen sich Blätter aller Art. Wichtig ist nur, dass sie frisch und intakt sind. Trockenes Laub ist keine gute Wahl. Die Blätter sind nämlich meistens etwas verformt.

Für die Schablonen sollten sie aber möglichst flach auf die Pappe oder die Folie gelegt werden können, um ihre Konturen zu übertragen. Außerdem ist trockenes Laub sehr empfindlich und bröselt schnell auseinander.

Beim Sammeln ist ratsam, eine größere Auswahl zusammenzustellen. Zuhause kann dann entschieden werden, welche Herbstblätter zu den Motiven für die Schablonen werden sollen. Und falls das eine oder andere Blatt doch kaputt gehen sollte, ist gleich eine Reserve zur Hand.

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Die gesammelten Werke müssen dann kurz trocknen. Dafür die Blätter zwischen Küchenpapier legen und mit Büchern oder anderen Gegenständen beschweren. Nach einer knappen Stunde sollten die Blätter glatt genug sein, um sie zu verwenden.

Positivschablonen basteln

Für die erste Variante der Schablonen werden die Herbstblätter auf die Pappe gelegt. Dann nacheinander die Blätter mit Bleistift umrunden, um so ihre Umrisse zu übertragen. Anschließend können die Blätter weggenommen werden. Nun sollten die Konturen noch einmal mit einem Filzstift nachgezogen werden. Dadurch sind sie besser zu sehen.

Jetzt werden die Blätter an den aufgezeichneten Linien entlang ausgeschnitten. Bei den Positivschablonen klappt das mit einer kleinen, spitzen Schere am besten. Sind alle Blätter ausgeschnitten, sind die Schablonen auch schon fertig.

Negativschablonen anfertigen

Bei den Negativschablonen kommt die Folie zum Einsatz. Dabei werden die Blätter zunächst auf der Folie angeordnet. Anschließend werden ihre Konturen nachgefahren.

Anders als bei den Positivschablonen werden nun nicht die Blätter als solches, sondern nur ihre Innenflächen aus der Folie herausgeschnitten. Deshalb eignet sich ein Teppichmesser oder ein Skalpell etwas besser als die Schere. Wer mit der Schere arbeitet, sollte sie in eine größere Fläche einstechen, die Folie dort einschneiden und sich dann langsam zu den Rändern hin vorarbeiten.

Alle Flächen, die aus der Folie herausgeschnitten werden, sind später sichtbar, wenn die Schablone ausgemalt wird. Wer möchte, kann deshalb ein paar Blattadern stehen lassen. Wenn alle Innenflächen aus der Folie herausgetrennt sind, ist auch diese Schablone fertig.

Die Schablonen nutzen

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie und wofür die selbstgemachten Schablonen verwendet werden können. Die Positivschablonen können zum Beispiel auf Tonpapier, Motivpapier, Stoff oder Filz gelegt, die Konturen übertragen und die Motive anschließend mit der Schere ausgeschnitten werden.

Danach lassen sich damit Mobiles und Türkränze oder auch Broschen und Haarspangen basteln. Genauso können die Blätter auf dem Tisch verteilt oder als originelle Glasuntersetzer verwendet werden. Als Deko auf Grußkarten, als Geschenkanhänger oder als Patches auf Textilien machen die Herbstblätter ebenfalls eine gute Figur.

Die Negativschablonen werden auf den gewünschten Untergrund gelegt. Das kann Papier oder Stoff sein. Möbel, Türen und sogar die Zimmerwand kommen aber genauso in Frage. Mit einer geeigneten Farbe werden anschließend die Innenflächen der Schablone ausgefüllt.

Dabei wenig Farbe nehmen und immer von der Mitte nach außen arbeiten, damit keine Farbe unter die Schablone gelangt und die Konturen nicht verschmieren. Sind alle Flächen ausgefüllt, wird die Schablone vorsichtig abgenommen.

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Mario Kretschmer, 43 Jahre, Schilder und Leuchtreklame Hersteller, Tim Scheube, 35 Jahre, PG-Cutter und Werbetechniker, Sabine Tallarn, 28 Jahre, Künstlerin / Designerin, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wisseswertes, Anleitungen und Ratgeber zu Schablonen, Malerei, Bastelarbeiten und Dekoration.

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