Anleitung: Blumentopf aus Leinwand-Keilen

Anleitung: Blumentopf aus Leinwand-Keilen

Auch wenn noch so viele Blumentöpfe vorhanden sind, ist ausgerechnet die benötigte Größe oft nicht dabei. Und manchmal soll einfach eine neue Deko her. Für beide Fälle zeigen wir in dieser Anleitung eine Idee, wie hübsche Blumentöpfe mit einem tollen Muster gebastelt werden können.

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Anleitung Blumentopf aus Leinwand-Keilen

Ein Blumentopf aus Leinwand-Keilen – die Materialien

  • Keilrahmenkeile aus Holz

  • Acryl- oder Kreidefarbe im gewünschten Farbton

  • Holzleim

  • Pinsel

  • Backpapier für die Arbeitsfläche

  • Schleifpapier

  • leerer Tetrapack als Einsatz

Wer öfter auf Leinwand malt, sammelt im Laufe der Zeit einige Keilrahmenkeile an. Die Keile drücken den Holzrahmen etwas auseinander und sorgen auf diese Weise dafür, dass die Leinwand gut gespannt ist und bleibt. Allerdings befinden sich oft mehr Keile in der Packung, als benötigt. Und die übrig gebliebenen Holzkeile eignen sich prima, um daraus einen chicen Blumentopf anzufertigen.

Aber natürlich können auch alle Nicht-Hobby-Maler die Idee nacharbeiten. Die Keilrahmenkeile sind im Bastel- und Künstlerbedarf erhältlich. Dabei gibt es verschiedene Qualitäten. Für den Blumentopf reicht die günstigste Variante, denn anders als bei Gemälden müssen es für den Blumentopf keine besonders hochwertigen Leinwand-Keile sein.

Die Stückzahl der Keile richtet sich nach der gewünschten Form und Größe des Blumentopfes. Wir erklären die Vorgehensweise für einen rechteckigen Topf, in den ein normaler 1-Liter-Tetrapack von Saft oder Milch hineinpasst. Für so einen Blumentopf werden 36 Leinwand-Keile verarbeitet. Bei einem anderen Format vergrößert oder verringert sich die Stückzahl entsprechend.

Ein Blumentopf aus Leinwand-Keilen – die Anleitung

Das Anfertigen von Blumentöpfen aus Leinwand-Keilen ähnelt ein wenig einem Puzzle. Denn die einzelnen Keile werden so zusammengefügt, dass sie geschlossene Flächen bilden. Gleichzeitig lassen sich auf diese Weise verschiedene Muster legen. Gefällt die Anordnung, müssen die Keile nur noch miteinander verleimt werden. Doch der Reihe nach!

  1. Das Format und das Muster des Blumentopfes festlegen

Zunächst gilt zu überlegen, ob der Blumentopf rechteckig oder quadratisch werden soll. Davon hängt ab, wie viele Keile verarbeitet werden. Für unseren rechteckigen Blumentopf benötigen wir 36 Keile. Davon sind je acht Keile für die langen Seiten und den Boden vorgesehen und je sechs Keile für die kurzen Seiten. Soll der Blumentopf quadratisch werden, bestehen die vier Seiten und der Boden aus je sechs Keilen. Insgesamt sind es dann also 30 Holzkeile.

Zudem ist es ratsam, auch gleich das Muster zu bestimmen. Dazu am besten ein paar Keile aneinanderlegen. Auf diese Weise lässt sich gut abschätzen, wie der fertige Blumentopf später aussehen wird. Außerdem kann so schon ausprobiert werden, welche Keile zusammenpassen. Denn die Leinwand-Keile sind nicht alle exakt gleichgroß.

Da die Keile aus Holz bestehen, wirkt es sehr schön, wenn sich hölzerne und bemalte Keile abwechseln. Vor allem mit hellen Farben wie weiß, grau, rosa, hellblau oder mintgrün entsteht ein moderner Look. Holz in Kombination mit Schwarz wiederum lässt einen tollen Kontrast entstehen. Je nachdem, wie die natürlichen und die bemalten Keile angeordnet werden, lassen sich dann noch einmal verschiedene Muster gestalten.

Als Anregung zeigt die Grafik ein paar Beispiele:

[Blumentopf aus Keilrahmen-Keilen]

Blumentopf aus Keilrahmen-Keilen

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  1. Die Keile bei Bedarf abschleifen

Manchmal haben Leinwand-Keile recht raue Kanten mit abstehenden Holzfasern. Vor allem bei kostengünstigen Keilen in minderer Qualität ist das oft der Fall. Damit sich die Keile später gut zusammenfügen lassen, ist es deshalb ratsam, raue Kanten mit Schleifpapier zu glätten.

Dabei müssen die Kanten aber nicht absolut präzise und gleichmäßig werden. Es genügt, wenn abstehende Holzfasern entfernt sind.

  1. Die Leinwand-Keile bemalen

Nun können die Keile, die farbig werden sollen, auf der Oberseite bemalt werden. Dabei reicht es aus, nur die Keile für die Seitenwände zu lackieren. Am Boden, der ohnehin nicht mehr zu sehen sein wird, können die Keile so bleiben, wie sie sind.

Zum Bemalen ist es ratsam, die Arbeitsfläche mit Backpapier auszulegen. Auf Backpapier kleben die Keile nämlich nicht an. Selbst wenn etwas Farbe (oder später Holzleim) daneben geht, lässt sich das Backpapier ganz einfach und ohne Rückstände wieder ablösen. Bei Zeitung hingegen klappt das nicht immer so gut.

Die Holzkeile können entweder mit Acrylfarbe oder mit Kreidefarbe bemalt werden. Beide Farbsorten decken auch ohne Grundierung sehr gut auf dem Holz. Nach dem Bemalen muss die Farbe trocknen.

  1. Die Keile zu Flächen verbinden

Nun können die Leinwand-Keile zu den fünf Flächen des Blumentopfes verbunden werden. Dafür mit einem dünnen Pinsel Holzleim auf die Seitenkanten der Keile auftragen, die sich berühren. Anschließend die Holzkeile nach und nach zu Flächen zusammensetzen.

Der Holzleim sollte deshalb mit einem Pinsel aufgetragen werden, weil die Kanten sehr schmal sind. Direkt aus der Flasche käme zu viel Leim heraus. Ist eine Fläche fertig, noch einmal wenig Holzleim mit dem Pinsel aufnehmen und von oben über die Verbindungslinien gehen. Der Holzleim ist nach dem Trocknen nicht mehr zu sehen und die Keile halten sicher zusammen.

Auf diese Art und Weise werden die vier Wände des Blumentopfes und der Boden angefertigt. Die Holzteile müssen nun gut trocknen. Am besten bleiben sie dafür über Nacht auf dem Backpapier liegen. Die Keile währenddessen zusammenzupressen, ist nicht notwendig.

  1. Den Blumentopf zusammenfügen

Wenn der Holzleim trocken ist, können die Seitenflächen vorsichtig vom Backpapier abgelöst werden. Dann kann es mit dem Zusammensetzen des Blumentopfs weitergehen.

Dafür die Bodenplatte auf ein Stück Backpapier legen und an einer Seitenkante entlang Holzleim auftragen. Anschließend eine Seitenwand nehmen, auf der Unterseite ebenfalls mit Holzleim bestreichen und bündig auf die Bodenplatte stellen. Wird ein Gegenstand wie zum Beispiel die Flasche mit dem Leim dagegen gelehnt, bleibt die Seitenwand in Position.

Nun die zweite Seitenwand nehmen, auf allen Verbindungsflächen mit Holzleim bestreichen, auf die Bodenplatte stellen und gegen die erste Seitenwand drücken. Auf diese Weise auch die beiden anderen Seitenwände anbringen. Dann muss der Holzleim wieder komplett durchhärten.

Den Blumentopf bepflanzen

Da die Holzkeile nicht ganz gleich sind, kann es sein, dass die Seitenwände minimale Höhenunterschiede haben. Wer sich daran stört, kann die Kanten vorsichtig abschleifen.

Nun den Tetrapack so abschneiden, dass er etwas niedriger ist als der Blumentopf. Dann kann der Tetrapack in den Blumentopf gestellt und bepflanzt werden. Fertig ist das Unikat!

Übrigens: Der Blumentopf sieht auch toll aus, wenn er als Blumenampel zum Einsatz kommt. In diesem Fall lässt sich das Bastelprojekt mit Makramee verbinden. Und wer größere Holzflächen aus den Keilen anfertigt, kann sie als Untersetzer nutzen.

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Mario Kretschmer, 43 Jahre, Schilder und Leuchtreklame Hersteller, Tim Scheube, 35 Jahre, PG-Cutter und Werbetechniker, Sabine Tallarn, 28 Jahre, Künstlerin / Designerin, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wisseswertes, Anleitungen und Ratgeber zu Schablonen, Malerei, Bastelarbeiten und Dekoration.

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