Papier mit Tee und Kaffee altern lassen
Altes Papier hat oft einen ganz besonderen Charakter. Durch die gelbliche bis bräunliche Färbung wirkt es rustikal, charmant und manchmal fast ein bisschen geheimnisvoll. Deshalb eignet es sich prima für verschiedenste Bastelarbeiten, angefangen bei Schatzkarten über Briefe, Grußkarten und Einladungen bis hin zu gefalteten Objekten im Origami-Stil.

Im Handel sind Papiere erhältlich, die aussehen, als wären sie schon älter. Aber es ist nicht notwendig, viel Geld auszugeben. Denn du kannst auch ganz einfach selbst Papiere herstellen, die auf alt gemacht sind.
Wir zeigen dir in dieser Anleitung zwei Methoden, wie du Papier altern lassen kannst. Dafür brauchst du keine speziellen Materialien, sondern verwendest Zutaten, die du vermutlich ohnehin daheim hast, nämlich Tee oder Kaffee.
Also, fangen wir an!:
Inhalt
Ein Wort zum Papier
Für dieses DIY kannst du letztlich jedes beliebige Papier verwenden. Ob es einfarbig, bedruckt oder gemustert ist, spielt keine Rolle.
Je nachdem, was du mit den gealterten Papieren machen möchtest, kannst du also zum Beispiel herkömmliches Kopierpapier, Notizzettel oder Briefpapier verwenden.
Auch Zeitungspapier oder Seiten von einem Buch, das du nicht mehr brauchst, sind prima geeignet. Achte nur darauf, dass dein Papier nicht beschichtet ist. Seiten aus einem Hochglanzmagazin etwa nehmen die Feuchtigkeit nicht gut auf und färben sich deshalb kaum ein.
Papier mit Tee altern lassen
Die erste Möglichkeit, um Papier altern zu lassen, ist das Einfärben mit schwarzem Tee. Dadurch bekommt das Papier einen eher hellen, warmen, gelblich-braunen Farbton.
Du brauchst dafür:
- Papier deiner Wahl
- Schwarztee, entweder als Teebeutel oder lose
- Wasser
- Gefäß in der Größe des Papiers; als Gefäß eignet sich zum Beispiel eine Schale oder eine Auflaufform. Das Gefäß muss nicht hoch, sollte aber von der Fläche her so groß sein, dass du dein Papier locker hineinlegen kannst. Verarbeitest du größere Papierbögen, kannst du deshalb auch ein tiefes Backblech verwenden.
Zunächst kochst du einen recht starken Tee. Damit die Flüssigkeit das Papier gut einfärbt, solltest du auf einen Liter Wasser mindestens vier Teebeutel nehmen. Wie viel Tee du brauchst, hängt davon ab, wie viele Blätter Papier du einfärben möchtest.
Du musst aber keine großen Mengen auf Vorrat kochen. Sollte dir der Tee zwischendurch ausgehen, kannst du immer noch eine neue Portion zubereiten.
Wenn dein Tee eine Weile gezogen hat und abgekühlt ist, kannst du die Teebeutel oder losen Teeblätter entfernen. Wirf das Material aber noch nicht weg. Denn du kannst das Papier damit später noch einmal betupfen und so ein Muster auf der Oberfläche gestalten.
Nun gießt du deinen Tee in das Gefäß und legst dein Papier hinein. Du kannst ruhig mehrere Blätter gleichzeitig einfärben. Achte nur darauf, dass sie ganz von dem Tee bedeckt sind. Das Papier lässt du eine Weile in dem Tee schwimmen, bis es gut durchtränkt ist.
Jetzt muss dein Papier nur noch trocknen. Dabei gibt es zwei Methoden. Die erste Variante ist, dass du das Papier an einem warmen Ort aufhängst oder hinlegst und es an der Luft trocknen lässt.
Die zweite Variante ist, dass du das Papier im Backofen trocknest. Dazu wärmst du den Backofen auf ungefähr 100 Grad Celsius auf und legst das Papier für fünf bis zehn Minuten in den Ofen.
Im Backofen trocknet das Papier nicht nur schneller als an der Luft, sondern bekommt durch die Wärme zusätzliche Wellen und Krümmungen. Dadurch wirkt es noch einmal älter.
Wenn du magst, kannst du die Oberfläche nun noch mit den Teebeuteln abtupfen oder den losen Tee darauf verteilen, abtrocknen lassen und danach entfernen. So entsteht ein leicht strukturiertes Muster. Sobald das Papier ganz trocken ist, kannst du es wie gewünscht verarbeiten.

Papier mit Kaffee altern lassen
Die zweite Möglichkeit für gealtertes Papier ergibt sich durch Kaffee. Kaffee färbt das Papier in einem deutlich dunkleren Braunton ein als Tee. Außerdem wird die Färbung oft nicht so gleichmäßig, sondern eher fleckig.
Du benötigst:
- Papier
- Kaffee; ob du den Kaffee aus normalem Kaffeepulver, löslichem Kaffee oder mit Kaffeepads oder -kapseln zubereitest, spielt keine Rolle
- Gefäß
Als Erstes kochst du wie gewohnt Kaffee. Je stärker du den Kaffee zubereitest, desto dunkler wird der Farbton auf dem Papier.
Wenn der Kaffee abgekühlt ist, gießt du ihn in dein Gefäß und legst das Papier hinein. Nachdem das Papier gut getränkt ist, nimmst du es heraus und lässt es trocknen. Dabei kannst du es wie beim Färben mit Tee entweder an der Luft oder im Backofen trocknen lassen.
Möchtest du die Oberfläche mit einem zusätzlichen Muster versehen, kannst du mit dem feuchten Kaffeepulver über das Papier reiben oder es mit dem Kaffeepad abtupfen. Nach dem Trocknen ist das gealterte Papier einsatzbereit.
Ein letzter Tipp:
Du kannst das Papier falten oder etwas zerknüllen, bevor du es in dem Tee oder Kaffee einweichst. An den Knicken nimmt das Papier mehr Farbe auf als auf der glatten Fläche. Dadurch entstehen tolle Strukturen, die das Papier noch älter und geheimnisvoller aussehen lassen.
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Thema: Papier mit Tee und Kaffee altern lassen
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