Infos und Tipps zum Färben von Ostereiern

Infos und Tipps zum Färben von Ostereiern

 

Zu Ostern gehören bunt gefärbte Ostereier unbedingt dazu. Aber auch im Verlauf des Jahres sorgen bunte Eier für fröhliche Farbtupfer auf dem Frühstückstisch. Wer Eier färben, bemalen und verzieren möchte, findet im Handel allerlei Produkte. Die Palette reicht von Farbtabletten über Farben zum Aufmalen mit dem Pinsel bis hin zu speziellen Malstiften.

Aber es müssen gar nicht immer gekaufte Eierfarben sein. Die Eier mit natürlichen Farben einzufärben, funktioniert mindestens genauso gut. Zudem macht es viel Spaß, mit den verschiedenen Zutaten zu experimentieren.

 

Wer es auch einmal ausprobieren möchte, findet im folgenden Beitrag
jede Menge Infos und Tipps zum Färben von Ostereiern:

 

Ein paar grundlegende Tipps vorab

Generell eignen sich Eier, die ungefähr eine Woche alt sind, besser zum Färben als ganz frische Eier. Dies liegt daran, dass sich nach einer paar Tagen eine kleine Luftblase im Ei gebildet hat. Dadurch kommt die Eierschale mit dem Druck beim Kochen besser zurecht und die Gefahr, dass sie einreißt oder platzt, ist geringer.

Als Gefäße beim Färben eignen sich am besten Emailtöpfe und Glasbehälter. In Töpfen aus Metall kann es passieren, dass sich der Farbton verändert, während sich Plastikgefäße mitverfärben könnten. Naturfarben verleihen den Eiern herrliche Farbtöne. Allerdings sind die Farben nicht ganz so intensiv und knallig wie bei künstlichen Färbemitteln. Deshalb ist es ratsam, weißen Eiern den Vorzug zu geben.

Wenn von der Weihnachtsbäckerei noch etwas Pottasche übrig, kann das Gewürz dem Farbsud hinzugefügt werden. Die Pottasche bewirkt, dass die Farbe intensiver wird. Einen ähnlichen Effekt hat Alaun, das in der Apotheke erhältlich ist. Bevor die Eier gefärbt werden, können sie mit Essigwasser abgerieben werden. Der Essig reinigt die Schale und raut sie leicht auf. Dadurch hält die Farbe später besser. Sind die gefärbten Eier ausgekühlt und abgetrocknet, können sie mit etwas Speiseöl abgerieben werden. Das Öl sorgt für einen schönen Glanz.

 

Rezepte zum Färben von Ostereiern

Das Grundrezept für das Färben von Ostereiern mit Naturfarben geht so: Zuerst wird ein Farbsud hergestellt. Dafür wird das natürliche Färbemittel in Wasser gegeben und gut eine halbe Stunde lang ausgekocht. Anschließend wird der Sud durch ein Sieb geschüttet.

Dann geht der Farbsud zurück auf den Herd, die rohen Eier werden hineingegeben und in dem Sud etwa zehn Minuten lang hartgekocht. Sollen die Farben kräftiger werden, können die Eier auch separat vorgekocht werden. Dann kommen die gekochten Eier in den abgekühlten Sud, wo sie mindestens eine halbe Stunde lang, für einen sehr intensiven Farbton aber ruhig auch mehrere Stunden lang bleiben.

Dieses Grundrezept versteht sich aber nur als grobe Orientierungshilfe und es darf gerne herumexperimentiert werden. Je nachdem, welchen Farbton die Eier bekommen sollen, haben sich auch folgende Rezepte bewährt:

·         Für sattgrüne Eier werden 200 Gramm Spinat kleingehackt und zusammen mit einem halben Liter Wasser in einen Topf gegeben. Dann werden die rohen Eier hinzugefügt und zehn Minuten lang darin gekocht.

·         Hellgrün werden die Eier mithilfe von Johanniskraut. Dafür werden etwa 100 Gramm Johanniskraut und ein halber Liter Wasser zehn Minuten lang gekocht. Eine Messerspitze Pottasche oder Alaun sorgt für eine intensivere Farbe. Nach zehn Minuten werden die Eier hinzugefügt. Sind die Eier noch roh, werden sie in dem Farbsud gekocht. Sind die Eier bereits vorgekocht, kann der Sud vom Herd genommen werden, während sich die Eier einfärben.

·         Für goldgelbe Eier sorgt Kurkuma, auch Gelbwurz genannt. Für den Farbsud werden 1 Esslöffel von dem Gewürzpulver und ein halber Liter Wasser zehn Minuten lang gekocht. Etwas Pottasche oder Alaun lässt die Farbe noch kräftiger werden. Dann kommen die Eier in den Farbsud und werden weitere zehn Minuten lang darin gekocht.

·         Für rosarote Eier sorgt der Farbstoff Cochenille, der in der Apotheke erhältlich ist. Der Farbsud wird aus einem Teelöffel Cochenille und einem halben Liter Wasser angesetzt. Die Mischung wird erhitzt, bis sie einmal aufkocht. Anschließend werden die gekochten Eier in den Farbsud gelegt. Bleiben die Eier nur kurz in dem Farbsud, färben sie sich hellrosa. Je länger sie in dem Farbsud bleiben, desto kräftiger wird die Farbe. Wer kein Cochenille kaufen möchte oder bekommt, kann die Eier auch mit roten Zwiebelschalen oder Rote-Beete-Saft rot färben.

·         Ein Klassiker unter den Naturfarben sind Zwiebelschalen, die für einen rotbraunen Farbton sorgen. Für den Farbsud werden zwei Handvoll Zwiebelschalen in einem halben Liter Wasser ausgekocht. Die Eier können direkt in dem Farbsud gegart werden. Werden bereits gekochte Eier in den Farbsud gegeben, wird der Farbton umso intensiver, je länger die Eier darin verbleiben.

·         Für einen tollen Blauton sorgt Rotkohl. Für den Farbsud werden 200 bis 300 Gramm kleingeschnittener Rotkohl in einen halben Liter Wasser gegeben und aufgekocht. Wenn die Mischung kocht, kommt die rohen Eier dazu und werden zehn Minuten lang gegart. Danach sollten die Eier weitere 20 Minuten lang in dem Sud ziehen. 

 

Ideen für Muster und Verzierungen für Ostereier

Natürlich können die Eier einfach nur in den jeweiligen Farbsud gelegt und so gleichmäßig eingefärbt werden. Auch so sehen die Eier wunderbar aus. Wer seine Eier aber noch etwas pfiffiger gestalten möchte, kann sie mit verschiedenen Mustern verzieren. Beispielsweise so:

·         Bevor die Eier in den Farbsud gelegt werden, werden sie kreuz und quer mit Haushaltsgummis oder Nähgarn umwickelt. Wenn die Eier nach dem Färben abgekühlt und trocken sind, werden die Gummis oder das Garn entfernt. Zurück bleiben hübsche Streifenmuster.

·         Die Eier können in Zwiebelschalen oder Kohlblätter eingewickelt und dann in ein Stück Nylonstrumpf gesteckt werden. So verpackt werden sie im Farbsud gekocht. Wenn das Ei getrocknet ist, werden der Strumpf und die Ummantelung entfernt. Das Ergebnis ist ein Marmormuster.

·         Ähnliche wie das Marmormuster funktioniert auch die Verzierung mit Blättern. Hierfür wird ein Blatt auf dem Ei positioniert. Dann wird das Ei in einen Nylonstrumpf gesteckt, der dafür sorgt, dass das Blatt nicht verrutschen kann. Wenn das Ei nach dem Färben und Trocknen ausgepackt wird, ist auf dem Ei der Abdruck des Blattes zu sehen. Die Stelle, die durch das Blatt abgedeckt war, verfärbt sich nämlich nicht. Wer keine weißen Muster möchte, kann das Ei natürlich erst einfärben und danach ein zweites Mal in ein anderes Farbbad legen. Anstelle von Blättern wiederum können beispielsweise auch Spitzenborten oder Kreise, Buchstaben und andere Motive verwendet werden.

Auch einfärbte Eier können mit schönen Mustern und Ornamenten verziert werden. Dafür kommt Zitronensaft, frisch gepresst oder aus dem Fläschchen, zum Einsatz. Als Malwerkzeug dient ein Wattestäbchen.

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Veröffentlicht von

Redaktion

Mario Kretschmer, 43 Jahre, Schilder und Leuchtreklame Hersteller, Tim Scheube, 35 Jahre, PG-Cutter und Werbetechniker, Sabine Tallarn, 28 Jahre, Künstlerin / Designerin schreiben hier Wisseswertes, Anleitungen und Ratgeber zu Schablonen, Malerei, Bastelarbeiten und Dekoration.

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